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Mehr gewaltbereite Salafisten im Land

Verfassungsschutz warnt Mehr gewaltbereite Salafisten im Land

In Schleswig-Holstein steigt die Zahl gewaltbereiter Salafisten weiter. Sorge bereitet Verfassungsschutz-Chef Dieter Büddefeld, dass Islamisten im Land versuchen, Flüchtlinge für ihre radikalen Ideologien zu rekrutieren.

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Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat im Zuge der Flüchtlingswelle gezielt Anhänger nach Schleswig-Holstein entsandt.

Quelle: Swen Pförtner/dpa (Symbolfoto)

Kiel. Zugleich bestätigt er, dass die Terrormiliz „Islamischer Staat“ im Zuge der Flüchtlingswelle gezielt Anhänger auch nach Schleswig-Holstein entsandt hat. Um wie viele IS-Anhänger es sich landesweit handelt, will der Verfassungsschützer aus „operativen Gründen“ nicht sagen. Fest steht allerdings: Die personelle Belastung der Ermittler steigt. Nicht ohne Grund sei speziell der Bereich Observation zuletzt verstärkt worden.

Besonders perfide ist, dass Islamisten verstärkt versuchen, Flüchtlinge zu rekrutieren. „Die Aktionen reichen aktuell von der Gewährung von Unterstützung bei Behördengängen oder Dolmetscher-Tätigkeiten bis hin zu Zuwendungen in Form von Geld- und Sachspenden“, sagt der oberste Verfassungsschützer. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes musste seit Anfang 2016 in acht Fällen wegen Straftaten durch Flüchtlinge und Asylbewerber eingreifen.

Zahl der Salafisten steigt in Schleswig-Holstein

Die Verfassungsschützer versuchen, den Druck auf die radikale Islamisten-Szene hoch zu halten. Aus gutem Grund: „In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl des salafistischen Personenpotenzials kontinuierlich erhöht“, sagt Büddefeld.

300 Personen waren der Szene noch 2015 zuzuordnen. Aktuell sind es 370 Personen, so der Verfassungsschützer, der der Szene aber weit mehr Radikale zurechnet: „Bei der Zahl der Sympathisanten ist von einer höheren Dunkelziffer auszugehen.“

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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Kommentar

Islamistische Terroranschläge in aller Welt haben das Sicherheitsgefühl der Menschen auch hierzulande nachhaltig verändert. Unsicherheit ist für viele ein alltäglicher Begleiter in Fußgängerzonen und Einkaufszentren, in Bussen und Bahnen geworden.

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