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Schleswig-Holstein plant E- statt Diesel-Zügen

Verkehr im Norden Schleswig-Holstein plant E- statt Diesel-Zügen

Revolution im Bahnverkehr: Die Regierung will die traditionellen Dieseltriebwagen auf den Kiel-Strecken durch umweltfreundliche Elektro-Züge ersetzen, die etwa mit Wasserstoff fahren. Mehr als eine Handvoll Unternehmen hat ihr Interesse an dem neuartigen Bahnkonzept bekundet.

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Quelle: Soeren Stache/dpa

Kiel. Geht alles glatt, könnte das Land die ersten Öko-Züge bereits Ende nächsten Jahres bestellen und sie ab 2021 von Kiel nach Lübeck und später auch nach Flensburg und Husum schicken.

„Wir wollen die Energiewende auf die Schiene bringen“, erklärt Landeswirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Ziel sei es, vergleichsweise alte und laute Diesel-Fahrzeuge mit ihrem CO2-Ausstoß durch moderne, leise und naturverträglichere E-Züge zu ersetzen. Auf eine bestimmte Antriebsform legt Meyer sich dabei nicht fest. Die Ausschreibung der schleswig-holsteinischen Nahverkehrsgesellschaft ist so verfasst, dass neben Wasserstoffzügen auch solche mit einem reinen Batteriebetrieb oder etwa einem Gasmotor zum Zug kommen können.

Im Landeshaus wird erwartet, dass die Öko-Fahrzeuge samt Infrastruktur in der Anschaffung teurer sind als die herkömmlichen Diesel-Lints (je Zug geschätzt fünf Millionen Euro). Meyer will deshalb etwa über eine Leasinggesellschaft gleich 50 Öko-Züge ordern. Ein Notausgang ist eingeplant: Rechnet sich eine Öko-Bahn nicht, will das Land umweltfreundlichere Diesel-Fahrzeuge kaufen und diese gegebenenfalls später nachrüsten lassen.

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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