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Von Abschiebung bedrohte armenische Familie darf bleiben

Flüchtlinge Von Abschiebung bedrohte armenische Familie darf bleiben

Eine fünfköpfige armenische Familie aus Nahe im Kreis Segeberg darf aus humanitären Gründen in Deutschland bleiben, obwohl sie nach dem Ausländerrecht ausreisen müsste.

Kiel/Nahe. Innenminister Andreas Breitner (SPD) wies die Ausländerbehörde des Kreises am Mittwoch an, den drei minderjährigen Söhnen Aufenthaltsrechte zu geben. Breitner folgte einem Votum der Härtefallkommission, teilte das Ministerium mit. "Ich freue mich, dass die hier geborenen und aufgewachsenen Kinder ihr vertrautes Umfeld nicht mehr verlassen müssen." Für die Eltern gab es kein Härtefallersuchen. Sie werden aber weiterhin geduldet, weil die Kinder bleiben dürfen.

"Die Familie wird nicht getrennt", sagte Breitner. "Den Eltern sollen Perspektiven aufgezeigt werden, wie sie zu einem späteren Zeitpunkt aus eigener Anstrengung die Voraussetzungen für ein Aufenthaltsrecht erhalten können." Dies könne nach einer vom Bund beabsichtigten Neuregelung über Aufenthaltsrechte an lange in Deutschland lebende und nachhaltig integrierte Ausländer möglich werden. Diese Vereinbarung im Berliner Koalitionsvertrag von CDU, SPD und CSU gehe zurück auf eine Bundesratsinitiative aus Schleswig-Holstein, äußerte Breitner. Die armenische Familie gilt als sehr gut integriert. Die Gemeinde hatte sich vehement für ihr Bleiben eingesetzt.

dpa

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