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Wechselt Ralf Höhs zur Bundespolizei?

Landespolizeidirektor Wechselt Ralf Höhs zur Bundespolizei?

Nach der Ablösung von Jörg Muhlack richten sich alle Blicke auf Landespolizeidirektor Ralf Höhs. Innenminister Grote (CDU) will, dass auch er seinen Posten räumt. Nach Informationen von KN-online soll der 56-Jährige außerhalb Schleswig-Holsteins eine neue Tätigkeit übernehmen.

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Ralf Höhs könnte einen Posten bei der Bundespolizei bekommen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Konkret geht es um eine Führungsposition bei der Bundespolizei, möglicherweise in Hamburg oder Niedersachsen. Aufgrund seiner Besoldungsgruppe würde Höhs dort das Amt als Präsident einer Bundespolizeidirektion bekleiden. Grote hatte angekündigt, dass weder Muhlack noch Höhs durch ihre Ablösung schlechter gestellt würden. Bei beiden handele es sich um keine dienst- oder disziplinarrechtlichen Maßnahmen.

Anders als bei dem bisherigen Leiter der Polizeiabteilung, in dessen Besoldungsgruppe B5 (Grundgehalt: 8486,84 Euro plus Zuschläge) mehrere freie Stellen in der Landesverwaltung zur Auswahl standen, gab es für die Versetzung von Höhs keine Vakanzen. In der Gruppe B3 (Grundgehalt: 7543,52 Euro) gibt es in Schleswig-Holstein lediglich acht Stellen, die laut Staatskanzlei bis auf Weiteres auch alle besetzt sind. Aus diesem Grund soll die Ministeriumsspitze vorab Gespräche mit Polizeibehörden in Nachbarländern über mögliche Optionen geführt haben. Bislang hat der noch amtierende Landespolizeidirektor der Offerte allerdings nicht zugestimmt. Nach Informationen unserer Zeitung sollen Anfang kommender Woche weitere Gespräche mit dem 56-Jährigen folgen.

Innerhalb der Landespolizei wird die Neubesetzung der Behördenleitung kontrovers diskutiert. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die die Ablösung scharf kritisiert, sieht sich wiederum Angriffen aus den Reihen ihrer eigenen Mitglieder ausgesetzt. Sie distanzieren sich in sozialen Medien von der Haltung des Vorstandes, bezeichnen diese sogar als „Marionetten“, die sich „neue Spieler“ suchen müssten.

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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