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Rot-Grün verspricht Bau von 20000 neuen Wohnungen

Parteitage stellen Weichen für Wahl Rot-Grün verspricht Bau von 20000 neuen Wohnungen

SPD und Grüne wollen ein großes Wohnungsbauprogramm auflegen. Das kündigten SPD-Chef Ralf Stegner und seine Grünen-Kollegin Ruth Kastner am Wochenende am Rande ihrer Parteitage in Neumünster an.

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Mehr Neubau soll den Wohnungsengpass in den Städten entschärfen.

Quelle: Christoph Jürgensen

Neumünster. „Wir wollen mit Landeshilfe jährlich mindestens 5000 bezahlbare Wohnungen schaffen“, sagte Stegner. Kastner sprach von 20000 Wohnungen binnen vier Jahren. SPD und Grüne reagieren damit auf die wachsende Wohnungsnot in Kiel, Lübeck und im Hamburger Umland.

 In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Sozialwohnungen in Schleswig-Holstein von mehr als 69000 auf nur noch knapp 48000 zurückgegangen. „Wir wollen bezahlbare Wohnungen für alle Menschen in Schleswig-Holstein“, sagte Stegner. Im Blick hat er auch Studierende und Auszubildende. Für diese Gruppen will die SPD in der nächsten Wahlperiode 2000 zusätzliche Wohnmöglichkeiten schaffen.

 Die Grünen wollen ihrerseits Städte und Gemeinden dabei unterstützen, kommunale Grundstücke zum reduzierten Preis an Genossenschaften und Baugemeinschaften abzugeben. „Solche Leute sind Ideengeber“, sagte Kastner. „Soziales und Ökologisches sollten zusammen gedacht werden. Es geht uns um Projekte für den kleinen Geldbeutel und Menschen mit Handicap, aber auch um Projekte mit Solaranlagen und Blockheizkraftwerken, die überschüssigen Strom ins Auto einspeichern.“

 Auf ihren Parteitagen stellten SPD und Grüne wichtige Weichen für die Landtagswahl am 7. Mai. Die SPD nominierte in den Holstenhallen Ministerpräsident Torsten Albig in einer offenen Abstimmung als Spitzenkandidat, die Grünen in der Stadthalle Finanzministerin Monika Heinold. Die formale Wahl des Listenplatzes eins soll in beiden Parteien Ende Januar auf Landesvertreterversammlungen erfolgen. Weder Albig noch Heinold ließen Zweifel daran, dass sie Schleswig-Holstein weiter gemeinsam regieren wollen: am liebsten mit dem SSW, gegebenenfalls aber auch mit der FDP. Allerdings schlagen die Grünen auch sonst keine Türen zu. Sollte es der Wahlausgang erfordern, schließt die Öko-Partei auch eine Jamaika-Koalition mit der CDU nicht aus. „Grüne Politik gibt es nur mit uns Grünen“, argumentierte Heinold.

 „Unser Projekt ist noch nicht zu Ende“, sagte Albig. Er wolle Schleswig-Holstein in den nächsten fünf Jahren zu einer sozialen, ökonomischen und ökologischen Modellregion machen. Seinen Herausforderer, den CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Daniel Günther, nannte Albig namentlich nicht. Umso kräftiger rechnete er mit der Union generell ab. „Wir dürfen ihnen das Land nicht mehr zurückgeben, weil es in unseren Händen besser aufgehoben ist.“

Von Ulf B.Christen und Christian Hiersemenzel

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