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Weitere Tornados starten zum Syrien-Einsatz

Jagel Weitere Tornados starten zum Syrien-Einsatz

In der nächsten Woche wird auch die Bundeswehr aktiv ihre ersten vier Kampfjets in Einsätze gegen die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) schicken. Bislang ist die Bundeswehr nur mit einem Tankflugzeug an der internationalen Militärmission beteiligt.

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Aus Jagel starten am Dienstag zwei Tornados zum Syrien-Einsatz.

Quelle: Axel Heimken/dpa (Symbolfoto)

Jagel/Büchel. Am Dienstag hoben je zwei Tornado-Jets in Jagel bei Schleswig und Büchel in der Eifel ab und flogen nach Incirlik in die Türkei. Am Montag waren von Hamburg aus 140 Soldaten aus Schleswig an Bord eines Airbus gestiegen und in Richtung Türkei aufgebrochen.

Die vier Kampfjets lösen zwei Tornados ab, die am 10. Dezember von Jagel aus gestartet waren. Diese Maschinen sind nicht für Einsätze mit den deutschen Recce-Aufklärungs-Behältern (Pods) geeignet und wurden in den ersten Tagen in der Türkei für Übungen genutzt. Die am Dienstag gestarteten Maschinen hingegen können die Recce-Pods tragen. Die Pods werden unter den Flugzeugen zusammen mit Flugkörpern und Außentanks befestigt.

Die vier deutschen Tornados unterstützen die bereits zur Aufklärung eingesetzten Jets anderer Staaten der Anti-IS-Koalition. Die USA, Kanada und Großbritannien verfügen bereits über Aufklärungssysteme, darunter auch die hochmodernen Aufklärungs-Pods „Litening III“. Dieses System ermöglicht Liveübertragungen von Bildern und ist für die aktive Bekämpfung von Bodenzielen geeignet. Die deutschen „Recce-Pods“ sind hingegen nur für das Erstellen von Lagebildern nutzbar und müssen erst nach der Landung ausgewertet werden.

Das sind die Bilder vom Luftwaffenstützpunkt Jagel.

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Die deutschen Luftbilder gehen an das für die Operation in Katar eingerichtete US-Hauptquartier. Dort werden Ziele für Luftangriffe der „Operation Inherent Resolve“ ausgewählt und die Flugbewegungen über dem Einsatzgebiet koordiniert.

Das neue Jahr begann über dem Irak und Syrien bereits mit Luftangriffen auf Stellungen der Dschihadisten. Vom Persischen Golf aus startete jetzt auch der US-Flugzeugträger „Harry S. Truman“ Angriffe. Die „Truman“ folgte damit dem französischen Träger „Charles De Gaulle“, der bereits seit Mitte Dezember Flugzeuge zu Kampfeinsätzen gegen den IS startet.

Insgesamt sollen dann in Incirlik rund 200 deutsche Soldaten ihren Dienst tun. Weitere 200 sind an Bord der Fregatte „Augsburg“, die im Persischen Golf zum Schutz der Flugzeugträger eingesetzt wird.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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