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Weniger Gefangene: Neue Struktur für Strafvollzug

Strafvollzug Weniger Gefangene: Neue Struktur für Strafvollzug

Wegen zurückgehender Gefangenenzahlen will Hamburgs Justizsenator Till Steffen (Grüne) dem Strafvollzug in der Hansestadt eine neue Struktur geben. "Es steht für mich fest, dass wir etwas machen müssen", sagte Steffen der Zeitung "Die Welt" (Mittwoch).

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Till Steffen, Hamburgs Justizsenator.

Quelle: Christian Charisius/Archiv

Hamburg. Derzeit prüfe seine Behörde die Handlungsoptionen. Ungünstig seien in Hamburg die langen Wege zwischen den sechs Gefängnissen und den Gerichten, erläuterte ein Sprecher. Das Justizpersonal müsse effizienter eingesetzt werden.

Derzeit gibt es in Hamburg rund 1500 Häftlinge. Um die Jahrtausendwende waren es laut "Welt" noch etwa doppelt so viele. Die Auslastung der Gefängnisse liege bei unter 74 Prozent. Die Strukturreform werde unter Umständen zu einer Verringerung der Zahl von Haftplätzen führen, sagte Behördensprecher Thomas Baehr. In erster Linie gehe es aber um die Struktur. Wie bei dem für 2017 geplanten Resozialisierungsgesetz stehe dabei die Frage im Vordergrund, wie Gefangene von weiteren Straftaten abgehalten werden können.

An der geplanten Verlegung des Frauen-Strafvollzugs von Hahnöfersand nach Billwerder hält der Senat fest. Nach Kritik an dem Vorhaben soll allerdings das Konzept nachgebessert werden: Es soll sichergestellt werden, dass Frauen und Männer in dem Gefängnis strikt getrennt werden. Neben Billwerder und Hahnöfersand sind Gefangene auch in Fuhlsbüttel, Glasmoor, am Holstenglacis sowie in der Sozialtherapeutischen Anstalt untergebracht.

dpa

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