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Mahnwache zum Auftakt der Vorstellung

Windkraft-Regionalpläne Mahnwache zum Auftakt der Vorstellung

Mit einer Mahnwache haben am Freitagabend rund 50 Windkraftgegner vor dem Regionalen Berufsbildungszentrum Wirtschaft in Kiel gegen die Pläne der Landesregierung demonstriert. Dort startete vor rund 300 Zuhörern die erste von vier regionalen Veranstaltungen zum laufenden Beteiligungsverfahren zur Windenergie.

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Vor dem Berufsbildungszentrum in Kiel demonstrierten etwa 50 Gegner des Windkraftausbaus.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. In diesen Regionalveranstaltungen in Kiel, Husum, Bad Oldesloe und Meldorf will die Landesregierung die Planentwürfe erläutern, über die rechtlichen Hintergründe informieren und aufzeigen, wie Bürger, Kommunen, Verbände und Initiativen ihre Vorschläge und Bedenken ins Verfahren einbringen können. Im Vorjahr hatten bei einer vergleichbaren Veranstaltungsreihe rund 3500 Bürger diese Möglichkeit genutzt.

Die Landesplanungsbehörde hatte im Dezember 2016 die ersten Entwürfe für die Teilfortschreibung des Landesentwicklungsplans und der Regionalpläne zur Windenergie im Internet veröffentlicht. Zurzeit läuft das Beteiligungsverfahren zu den Planentwürfen. Noch bis zum 30. Juni 2017 können die Öffentlichkeit sowie die Träger öffentlicher Belange Stellung nehmen.

Die Regierung will das Aufstellen von Windrädern auf 1,98 Prozent der Landesfläche, etwa 31000 Hektar, erlauben. Etwa ein Viertel der Fläche sind neue Gebiete. Derzeit stehen im Land rund 3100 Windkraftanlagen, 1300 davon außerhalb der künftigen Zonen. Für sie gibt es zwar Bestandsschutz, sie dürfen aber nicht durch modernere ersetzt werden. Der Abstand von Windkraftanlagen zu Einzelhäusern soll künftig mindestens 400 Meter, zu Siedlungen 800 Meter betragen. Gegner dieser Planung und die Opposition im Landtag fordern größere Mindestabstände. Dann könnten aber laut Landesregierung die angestrebten knapp zwei Prozent der Landesfläche zur Windenergienutzung nicht erreicht werden.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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