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Personenverkehr im Norden soll besser werden

Reinhard Meyer Personenverkehr im Norden soll besser werden

Schneller, öfter, moderner – das verheißt Verkehrsminister für den Nahverkehr im Norden. Viel Geld ermöglicht eine Qualitätsoffensive vor allem für Bahnreisende. Die Westküste kann sich auf einen Schnellbus freuen.

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Die Bahn soll in Schleswig-Holstein noch besser als Verkehrsmittel genutzt werden können, verspricht Verkehrsminister Reinhard Meyer.

Quelle: Hendrik Schmidt/dpa (Symbol)

Kiel. Mehr und pünktlichere Regionalzüge, WLAN an Bord, neue Strecken, E-Tickets – ein Modernisierungsschub soll in Schleswig-Holstein mehr Menschen zum Umsteigen in Busse und Bahnen bewegen. Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) kündigte am Freitag in Kiel einen großen Qualitätssprung an. Mehr als 500 Millionen Euro zusätzlich kann das Land bis 2031 aus einem bundesweiten 8,2-Milliarden-Euro-Topf an sogenannten Regionalisierungsmitteln einsetzen. Das Gesetz dazu wird erst im Herbst verabschiedet, Planungssicherheit besteht Meyer zufolge aber schon jetzt.

Der Minister strebt auch einen einheitlichen Tarif in Schleswig-Holstein, Hamburg und im nördlichen Niedersachsen an. Zunächst will er darüber mit der Hansestadt verhandeln. „Es gibt große Ungereimtheiten“, sagte Meyer zum bestehenden System. Hoffnungen auf Fahrpreissenkungen machte er nicht.

Zusätzliche Regionalbahn zwischen Kiel und Preetz

Zu den wichtigsten Investitionsprojekten, die mit der Geldspritze unterstützt werden sollen, gehören die S-Bahn-Linien Hamburg-Kaltenkirchen (S21) und Hamburg-Bad Oldesloe (S4 Ost), der Ausbau der Strecke Wrist-Kellinghusen und die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Kiel und Schönberger Strand. Die Strecke Geesthacht-Nettelnburg (Hamburg-Bergedorf) soll ebenfalls reaktiviert werden. Geesthacht ist laut Meyer derzeit die größte Stadt im Land ohne Anschluss an den Schienen-Nahverkehr. Für die Westküste ist ein Schnellbus zwischen Itzehoe und Brunsbüttel vorgesehen.

Zwischen Kiel und Lübeck soll der stündliche Regionalexpress um eine schnellere Regionalbahn ergänzt werden. Damit wird es etwa einen Halbstundentakt zwischen beiden Städten geben. Eine zusätzliche Regionalbahn soll auf dem viel genutzten Abschnitt Kiel-Preetz fahren.

Auf einen zunächst geplanten größeren Ausbau der Gesamtstrecke Kiel-Lübeck mit dem Ziel einer Fahrzeit unter einer Stunde werde allerdings nun verzichtet, sagte Meyer. Die Maßnahme hätte nur eine Zeitersparnis von fünf bis acht Minuten gebracht. Bessere Angebote innerhalb der Gesamtstrecke sind aus Sicht des Ministeriums sinnvoller.

Bahnhofsmodernisierung in Gettorf

Meyer bestätigte noch einmal, dass die lange geplante Stadt-Regionalbahn für den Großraum Kiel beerdigt ist. Elemente daraus würden aber umgesetzt. Auf dem Programm steht auch die Modernisierung von Bahnhöfen wie in Pinneberg, Tönning und Gettorf. Barrierefreiheit ist dabei ein wichtiger Punkt. Dem Klimaschutz soll eine stärkere Nutzung von Elektrofahrzeugen dienen.

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