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Wo sind die Politikerinnen?

Zehn Tipps für Frauen Wo sind die Politikerinnen?

Am Freitag trafen sich Kommunalpolitikerinnen aus Kiel, Rendsburg-Eckernförde und dem Kreis Plön zum Erfahrungsaustausch. „25 Prozent sind nicht genug“: Jeder vierte Platz in Schleswig-Holsteins Kommunalparlamenten ist von einer Frau besetzt. Das soll 2018 mehr werden, wenn neu gewählt wird.

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Landtagsvizepräsidentin Marlies Fritzen (5.v.l.) begrüßte Kommunalpolitikerinnen zum Gedankenaustausch.

Quelle: Frank Peter

Kiel. „Demokratie lebt davon, dass wir mitmachen“, sagte Marlies Fritzen (Grüne), die stellvertretende Präsidentin des Landtags. Wie können sich Frauen besser durchsetzen? Hier folgen zehn Tipps der Gleichstellungsbeauftragten Helga Rausch (Kiel), Monika Schulze (Kronshagen) und Yvonne Deerberg (Preetz).

 Bündnisse schmieden: Netzwerke mit anderen Kommunalpolitikerinnen sind extrem hilfreich – vor allem, wenn sie parteiübergreifend sind. Machen Männer auch.

  Verantwortung abgeben: Keine Zeit, zur Ausschusssitzung zu gehen, weil zu Hause für den Kindergarten ein Kuchen zu backen ist? Lassen Sie ein Familienmitglied backen. Oder kaufen Sie eine Tiefkühltorte.

 Nein sagen: Frauen schreiben nicht automatisch das Sitzungsprotokoll. Auch wenn mancher Vorsitzende das denkt. Manche Vorsitzende übrigens auch.

 Ja sagen: Einfluss auf Entscheidungsprozesse zu nehmen, erfordert eine positive Einstellung zu eigenen Kompetenzen und Ressourcen.

 Vorbilder suchen: Wie machen es andere erfolgreiche Frauen? Manche Parteien haben ein Mentorinnenprogramm. Das öffnet Türen.

 Männerthemen besetzen: Frauen sollten darauf achten, dass sie nicht zwangsläufig für Familie, Soziales und Gedöns eingesetzt werden. Die einflussreicheren Posten sind im Finanz- und Wirtschaftsausschuss. Gut geeignet ist auch der Job der baupolitischen Sprecherin.

 Eigene Themen belegen: Auch vermeintliche Frauenthemen haben ihre gesellschaftliche Berechtigung.

 Quoten festlegen: „Frauenquote ist Nachwuchsausbildung“, sagen die Gleichstellungsbeauftragten.

 Stereotypen vermeiden: Typisch weiblich, typisch männlich? Das ist so 90er! Lassen Sie sich nicht festlegen.

 Nicht verbiegen: Frauen sollen Frauen mit ihren Charakteristika bleiben. Ihre ganz eigene Lebenserfahrung darf aber natürlich gern in Entscheidungen einfließen.

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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