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Schleswig-Holstein droht Wohnungsnot

Interner Bericht Schleswig-Holstein droht Wohnungsnot

Nach einem internen Bericht des Landes wird Wohnraum im Norden knapp: 16000 neue Wohnungen müssten eigentlich im Jahr gebaut werden, bislang werden aber nur 10000 fertig.

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Der Wohnungsbau läuft - doch es werden nicht genügend im Norden fertiggestellt, wie ein neuer Zwischenbericht zeigt.

Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa (Symbol)

Kiel. In Schleswig-Holstein wird der Wohnraum knapp: In den nächsten Jahren werden vor allem in Kiel, Lübeck und dem Hamburger Umland deutlich mehr Wohnungen benötigt als bisher bekannt. Dies geht aus einem internen Zwischenbericht des Landes vor, der KN-online vorliegt.

Um den aktuellen Bedarf zu decken, müssten bis 2019 jährlich 60 Prozent mehr Wohnungen gebaut werden, heißt es darin. Innenminister Stefan Studt (SPD) bestätigte auf Nachfrage, dass mehr Wohnungen benötigt werden als bislang angenommen.

Die Hälfte müsste bis 2019 fertig sein

Bis 2030 braucht Schleswig-Holstein nach dem Bericht rund 154000 zusätzliche Wohnungen. Das sind rund 30000 Wohnungen mehr, als von der jüngsten Bevölkerungsprognose erwartet.

Besonders kritisch: Die Hälfte des benötigten Wohnraums müsste schon bis zum Jahr 2019 fertig sein. Möglich wäre das nur, wenn bis dahin jährlich 16000 Wohnungen dazukämen. Bisher sind es aber gerade einmal 10000.

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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Kommentar

Die vertrauliche Prognose für den Wohnungsmarkt könnte kaum dramatischer sein. Schleswig-Holstein schlittert in eine Wohnungsnot, wenn nicht ab sofort und im Akkord neuer Wohnraum geschaffen wird. Das gilt insbesondere für Kiel und andere Städte, aber auch für ihr Umland und selbst ländliche Regionen.

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