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Zahl der Salafisten in Hamburg stark gestiegen

Extremismus Zahl der Salafisten in Hamburg stark gestiegen

In Hamburg hat sich die Zahl der radikalen Salafisten nach Informationen des Radiosenders NDR 90,3 seit dem vergangenen Jahr von 70 auf 270 fast vervierfacht. Außerdem seien immer mehr Mädchen und junge Frauen bereit, nach Syrien zu gehen, um die IS-Miliz zu unterstützen, sagte Hamburgs Verfassungsschutzchef Torsten Voß dem Sender.

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Der Chef des Landesamtes für Verfassungsschutz Hamburg, Torsten Voß, posiert.

Quelle: Ulrich Perrey/Archiv

Hamburg. Die Salafisten in Hamburg werden nach Angaben des Verfassungsschutzchefs immer jünger und immer schneller radikalisiert. Insgesamt sind demnach bereits 60 Islamisten aus Hamburg Richtung Syrien ausgereist. Darunter seien 10 Frauen, die dort einen IS-Kämpfer heiraten möchten, sagte Voß. "Das ist die Hauptmotivation von vielen Frauen, wenn sie denn nicht ihren Partner begleiten, dorthin zu gehen."

Angeworben werden neue Salafisten entweder über Kontakte im Internet oder durch Koranstände. Die Zahl dieser Stände sei ebenfalls sprunghaft angestiegen auf 200 in den vergangenen beiden Jahren, sagte Voß. "Mittlerweile ist es so, dass sie fast täglich Koranstände in der Hamburger Innenstadt haben. Die Religion wird dort missbraucht. Mit der linken Hand wird der Koran gegeben und mit der rechten Hand für Salafismus geworben." Insgesamt sei die Gefahr näher gekommen, denn Deutschland sei als Anschlagsziel aus Syrien und dem Irak genannt worden.

dpa

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