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Zahl schwerer Gewaltvorfälle an Hamburgs Schulen gestiegen

Kriminalität Zahl schwerer Gewaltvorfälle an Hamburgs Schulen gestiegen

Die Zahl schwerer Gewaltvorfälle an Hamburgs Schulen ist im vergangenen Schuljahr um rund zehn Prozent gestiegen. Insgesamt seien 202 Taten gemeldet worden, 19 mehr als im Jahr zuvor, teilte die Schulbehörde am Mittwoch mit.

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Das Blaulicht eines Funkstreifenwagens blinkt.

Quelle: Jens Wolf/ Archiv

Hamburg. Da im gleichen Zeitraum aber auch die Zahl der Schüler um etwa 2000 auf rund 250 000 zugenommen habe, sei der Anteil der Gewaltmeldungen im Vergleich zu früheren Jahren ungefähr gleich geblieben. Außerdem seien die Kinder wegen des Ausbaus des Ganztagsangebots deutlich länger in den Schulen. "Das bedeutet: mehr gute Noten, mehr schlechte Noten, mehr Begegnungen, mehr Freundschaften, aber eben auch 19 zusätzliche Raufereien und Gewalttaten im Schuljahr", erklärte Schulsenator Ties Rabe (SPD).

Gleichwohl dürfe Gewalt nicht toleriert werden, betonte der Senator. "Jeder Fall von Gewalt an Schulen ist ein Fall zu viel." Behörde und Pädagogen gingen jeder Tat intensiv nach, führten sehr ernste Gespräche mit den Schülern, informierten Eltern und schalteten die Polizei ein. "Es gibt Strafen, aber auch Beratungsgespräche und Vereinbarungen zur Wiedergutmachung", sagte Rabe. Gleichzeitig betonte er: "Im letzten Schuljahr gab es 202 meldepflichtige Gewaltvorfälle - jede Großstadt mit (...) 250 000 Einwohnern wäre froh, wenn sie so sicher und gewaltarm wäre."

Die meisten Fälle schwerer Körperverletzung wurden an Schulen im Bezirk Wandsbek gemeldet - 53 bei knapp 52 000 Schülern -, die wenigsten in Eimsbüttel. Dort waren es 7 bei knapp 31 500 Schülern. In 89 Prozent aller Vorfälle seien Jungen involviert, in elf Prozent Mädchen verwickelt gewesen. Nach Schulformen unterschieden ereigneten sich 42 Prozent aller Vorfälle an Stadtteilschulen, 38 Prozent an Grundschulen und 10 Prozent an Sonderschulen. Die Berufsschulen meldeten 7 Prozent, die Gymnasien 3 Prozent der Vorfälle.

dpa

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