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Zeitplan für Bundeswehrreform steht

Standortschließungen im Norden Zeitplan für Bundeswehrreform steht

Jetzt ist es amtlich: Die Bundeswehr hat ihren Zeitplan für Kasernenschließungen in den kommenden Jahren bekannt gegeben. In Schleswig-Holstein kamen zwei Bekanntgaben überraschend.

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Die Bundeswehrreform trifft Schleswig-Holstein hart. Einige Kasernen werden geschlossen, andere verkleinert.

Quelle: dpa

Kiel. Der Zeitplan für die Schließung von Bundeswehrstandorten in Schleswig-Holstein steht. Als erste Kaserne im Norden wird im ersten Quartal 2013 die Schillkaserne in ostholsteinischen Lütjenburg geschlossen. Das hat Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) am Dienstag bekannt gegeben. Bis 2019 sollen weitere 20 Standorte folgen. Der Flugplatz Hohn bei Rendsburg soll dagegen - anders als ursprünglich geplant - bis 2019 erhalten bleiben. Dafür wird überraschend der Standort Idstedt bei Schleswig im zweiten Quartal 2014 dicht gemacht. Die Richtfunk-, Schalt- und Vermittlungsstelle hat 20 Dienstposten.

 Schleswig-Holstein, bislang das Bundesland mit der größten Bundeswehrdichte in Deutschland, verliert durch die Bundeswehr-Strukturreform mehr als 40 Prozent seiner Dienstposten. Die Zahl sinkt von 26000 auf 15300. Bislang sind etwa 19000 Soldaten und 7000 zivile Dienstposten im Land.

 Hier ein Überblick, welche Kasernen von der Bundeswehrreform betroffen sind.

 STANDORTSCHLIESSUNGEN:

 - Alt Duvenstedt: Schließung voraussichtlich 2019. Die 940 Dienstposten dort fallen komplett weg. Unter anderem werden das 5. Aufklärungsbataillon und das Luftwaffentransportgeschwader 63 (LTG) aufgelöst. Die 3. Marineschutzkräfte gehen nach Eckernförde.

 - Hohn: Der Standort, an dem ebenfalls Teile des LTG 63 stationiert sind, bleibt voraussichtlich bis 2019 als Alternativstandort für die Transall-Maschinen erhalten.

 - Glücksburg: Das Flottenkommando mit 920 Dienstposten bleibt zunächst in Glücksburg, zieht aber spätestens 2022 nach Rostock, wo die bislang gesplittete Marineführung zentralisiert werden soll.

 - Lütjenburg: Wird im ersten Quartal 2013 geschlossen.

 - Seeth mit 720 Dienstposten macht im dritten Quartal 2015 dicht. Aufgelöst wird unter anderem das Lazarettregiment 11.

 - Ladelund: schließt im zweiten Quartal 2017, 50 Dienstposten fallen weg

 - Bargum: schließt voraussichtlich 2018, 40 Dienstposten werden gestrichen

 - Hürup: schließt im dritten Quartal 2015, 20 Dienstposten

 - Idstedt: Die Richtfunk-, Schalt- und Vermittlungsstelle mit 20 Dienstposten war bislang von den Schließungsplänen nicht betroffen, wird jetzt aber im zweiten Quartal 2014 abgewickelt.

 DEUTLICHE REDUZIERUNG:

 - Boostedt bei Neumünster wird bis zum Sommer 2016 faktisch aufgelöst: Von den 1980 Dienstposten bleiben nur noch 40 übrig. Betroffen sind das Instandsetzungsbataillon 166 und das Logistikbataillon 162.

 - Kiel verliert zwischen 2014 und 2016 1700 seiner 5290 Posten. Der Marinearsenalbetrieb wird aufgelöst. Das gilt auch für das 5. Minensuchgeschwader, das Wehrbereichskommando und das Kreiswehrersatzamt. Das Marinefliegergeschwader 5 wird nach Nordholz verlegt. Das Segelschulschiff „Gorch Fock“ bleibt Kiel erhalten.

 - Flensburg büßt zwischen 2014 und 2017 von den 840 Stellen 350 ein. Unter anderem wird das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum aufgelöst.

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De Maizière: Schließungen bereits im ersten Quartal 2014.

Der Zeitplan für die Schließung von Bundeswehrstandorten in Schleswig-Holstein steht. Als erste Kaserne im Norden wird im ersten Quartal 2013 die Schillkaserne in Lütjenburg (Kreis Plön) geschlossen.

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