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Zwei Drittel Glasfaseranschlüsse bis 2022 geplant

Internet Zwei Drittel Glasfaseranschlüsse bis 2022 geplant

Schleswig-Holstein setzt beim schnellen Internet weiter auf Glasfaser-Technik. Wirtschaftsminister Meyer will bis 2022 zwei Drittel aller Haushalte versorgen. Doch: so viele nutzen das schnelle Internet bisher gar nicht.

Kiel. Für immer mehr Haushalte in Schleswig-Holstein steht schnelles Internet bereit. Die Glasfaser-Abdeckung liege mittlerweile bei rund einem Viertel aller Haushalte, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Im Bundesdurchschnitt seien das nur sieben Prozent. Bis 2022 sollen im nördlichsten Bundesland für zwei Drittel aller Haushalte Glasfaser-Anschlüsse bereit stehen.

Bislang nutzen allerdings nur 15 Prozent diese Technik. "Da gibt es noch preisliche Hürden", räumte Meyer ein. Ein Anschluss kostet derzeit nach Ministeriumsangaben etwa 50 Euro im Monat. Kommt Fernsehen dazu, wird es noch etwas teurer. Oft höre er zudem das Argument "diese Bandbreiten brauchen wir doch noch gar nicht", sagte Meyer. Glasfaser sei jedoch eine zukunftssichere Breitband-Technik.

Deshalb beschloss die Landesregierung in ihrer Kabinettssitzung am Dienstag, weiter auf Glasfaser zu setzen. Ziel ist auch eine flächendeckende WLAN-Versorgung und der schnelle Einsatz des neuen Mobilfunkstandards 5G. Wo immer es möglich ist, soll von Beginn an in Glasfaserleitungen bis in die Gebäude und Wohnungen investiert werden. "Die letzten zehn Prozent Abdeckung sind am schwierigsten", sagte Meyer.

Beim Blick auf eine Karte des Ministeriums zum Ausbau-Zustand fällt ein Nord-Süd-Gefälle auf. Rund um Hamburg und um Neumünster herum ist der Ausbau weit fortgeschritten, im Norden hinken die Planungen noch etwas hinterher. "Um Kiel herum gibt es noch wenig", sagte Meyer. Aber auch nördlich der Schlei und rund um Pinneberg fehlen noch Anschlüsse.

Für den Ausbau seien noch Investitionen in Höhe von knapp 1,4 Milliarden Euro nötig, sagte Meyer. Die Landesregierung setzt beim Ausbau vor allem auf kommunale Zweckverbände. Rund zwei Dutzend gibt es davon bereits. In noch nicht versorgten Gebieten will das Land den privatwirtschaftlichen Breitbandausbau mit einem öffentlichen Glasfasernetz ergänzen. Dazu hat es eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

dpa

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