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Polizei setzt Schleuser fest

Kiel Polizei setzt Schleuser fest

Fahnder der Bundespolizei haben in Kiel einen 36 Jahre alten Mann festgenommen. Der Verdächtige soll als Schleuser hohe Summen von Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisenländern kassiert haben. Überdies wirft die Polizei ihm Bedrohung und Diebstahl vor.

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Der festgenommene Mann soll für mehr als ein Dutzend Schleusungen verantwortlich sein.

Quelle: Marius Becker/dpa (Symbolbild)

Kiel. Wie Gerhard Stelke von der Bundespolizei-Inspektion in Kiel mitteilt, ist der 36-Jährige am Dienstag in der Wohnung seiner Lebensgefährtin festgenommen worden. „Der gebürtige Serbe wird beschuldigt, in mehreren Fällen Personen nach Deutschland eingeschleust und dafür nicht unerhebliche Summen kassiert zu haben“, berichtet der Behördensprecher. Darüber hinaus soll der Mann Zeugen bedroht haben - für den Fall, dass sie gegen ihn aussagen. „In Süddeutschland ist durch die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren gegen den Verdächtigen eingeleitet worden, das nun zu einem Untersuchungshaftbefehl geführt hat“, so Stelke.

Da der Serbe in Kiel wohnhaft ist, sei die hiesige Dienststelle der Bundespolizei um Unterstützung gebeten worden. Die Beamten in Kiel konnten herausfinden, dass der Gesuchte in der Landeshauptstadt eine Lebensgefährtin hat, die in einer anderen Wohnung lebt. „Da Verdunklungsgefahr bestand, also die Gefahr, dass der 36-jährige versuchen würde, sich der Festnahme zu entziehen, wurde der Durchsuchungsbefehl seiner Wohnung auf die Wohnung der Lebensgefährtin erweitert“, sagte der Bundespolizist. In den Räumlichkeiten der Lebensgefährtin konnten verdeckte Ermittler den Gesuchten schließlich aufspüren und festnehmen. Bei der Durchsuchung der beiden Wohnungen wurden auch hochwertige Elektrogeräte gefunden, die als gestohlen gemeldet worden waren.

Der Mann wurde inzwischen dem Haftrichter vorgeführt. Er soll für mehr als ein Dutzend Schleusungen verantwortlich sein, erfuhr KN-online aus Polizeikreisen.

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