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Scheunenfest läuft aus dem Ruder

Lindau Scheunenfest läuft aus dem Ruder

Bei einer Scheunenfete in Lindau bei Gettorf haben sich Gäste gegenseitig angegriffen. Die Polizei war in der Nacht zum Sonntag zunächst wegen einer Körperverletzung zu der Feier gerufen worden, wie ein Sprecher sagte. Dann kippte auf einmal die Stimmung und es kam zu schweren Auseinandersetzungen.

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Ein Scheunenfest ist am frühen Sonntagmorgen in Lindau eskaliert.

Quelle: pae

Gettorf. Es war ein ausgelassener Abend. 800 zumeist junge Besucher feierten in der Nacht zum Sonntag fröhlich und ohne Zwischenfälle. So wie immer, wenn die Mitglieder der Landjugend Lindau-Revensdorf zur Scheunenfete auf den Hof Hinz an der Landesstraße 44 einladen. Doch diesmal endete das Fest mit einer blutigen Auseinandersetzung. Nach Polizeiangaben waren daran etwa 200 Besucher beteiligt. Gut 30 Polizeikräfte kamen zum Einsatz, um Schlimmeres zu verhindern.

Es war nach 3 Uhr nachts. Die Musik war aus, die Party zu Ende, es wurde bereits ausgefegt, als es auf dem Taxi-Parkplatz vor der Scheune zu einer Schlägerei kam. Die Lage sei „aus dem Ruder“ gelaufen, sagt Rainer Wetzel von der Polizeidirektion Neumünster. Bereits beim Eintreffen einer Streife hätten die Beamten „eine deutlich aggressive Grundstimmung unter den noch etwa 200 anwesenden Besuchern“ festgestellt. „In der folgenden Viertelstunde kippte die Stimmung und es kam zu diversen Körperverletzungen unter den Feiernden“, sagt der Behördensprecher.

Um die „eskalierte Situation zu bewältigen“, mussten diverse Funkstreifenwagen aus dem Kreisgebiet aus Kiel und aus Neumünster zur Unterstützung gerufen werden. Über 30 Einsatzkräfte hätten „alle Hände voll zu tun“ gehabt, um diverse Körperverletzungen aufzunehmen. „Letztendlich wurde der Festplatz von der Polizei geräumt, so dass die Situation nach eineinhalb Stunden befriedet war“, so Wetzel. Die vorläufige Bilanz des nächtlichen Großeinsatzes: Eine Reihe von Strafanzeigen wegen Körperverletzungen und zwei Anzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Zwei Polizisten wurden leicht verletzt. In vier Fällen wurden Personen in Gewahrsam genommen. Außerdem wurden zahlreiche Platzverweise ausgesprochen.

Nathalie Andresen, Vorsitzende der 60 Mitglieder zählenden Laju Lindau-Revensdorf, zeigte noch am Morgen danach sichtlich geschockt. „Es war wirklich eine total friedliche Feier ohne jegliche Zwischenfälle“, sagt sie. Alles sei ruhig verlaufen. Nichts habe auch nur ansatzweise auf Ärger hingedeutet. Schon Tage zuvor habe das Laju-Team mit der Dekoration der Scheune begonnen. Zudem habe man sich rechtzeitig um die Auflagen des Amtes gekümmert und auch ausnahmslos daran gehalten. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr seien ebenso vor Ort gewesen wie Helfer des DRK, Security und Ordner aus den eigenen Reihen. Erst als die Helfer beim Ausfegen waren, sei es draußen zum Streit genommen, berichtet Andresen. Worum es dabei ging, vermag sie nicht zu sagen. Sie kann auch keinen Grund dafür nennen, warum die Stimmung so plötzlich gekippt sei.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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