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Bundespolizei greift durch

Puttgarden Bundespolizei greift durch

Die Kontrollen aus Dänemark einreisender Fährpassagiere und -fahrzeuge bescherten der Bundespolizei am Fährbahnhof Puttgarden am Donnerstag einen Aufgriff. Ein aus dem Baltikum stammender Lastwagenfahrer wurde gestoppt.

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Am Fährhafen Puttgarden wurden mehrere Lkws kontrolliert.

Quelle: Frank Behling

Puttgarden. Als die Bundespolizisten an der Kontrollstelle bei der Einreise nach Deutschland die Identitätspapiere überprüften, schlug das Datensystem an. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl in Deutschland vor. Grund dafür war eine Trunkenheitsfahrt in Deutschland im Sommer 2014. Dabei war der 33 Jahre alte Lkw-Fahrer zur Zahlung einer Geldstrafe von 1300 Euro verurteilt worden. Diese Rechnung hat er jedoch nie beglichen. Da er keine Meldeadresse in Deutschland hatte, wurde er nun per  Haftbefehl gesucht. Dieser Haftbefehl wurde dem Mann in  den Diensträumen der Bundespolizei im Fährhafen verlesen. 

Ersatzfreiheitsstrafe von 40 Tagen

Da weder er noch seine Spedition die 1300 Euro bezahlen konnten, klickten die Handschellen. Der Lkw-Fahrer wurde noch am Donnerstagabend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Sein Lastwagen wurde unter Polizeiaufsicht im Fährbahnhof Puttgarden deponiert. Der Fahrer muss für die Geldstrafe eine Ersatzfreiheitsstrafe von 40 Tagen absitzen. Die Spedition kann jedoch einen Ersatzfahrer schicken und den Lastwagen jederzeit abholen.  

Bei einer weiteren Kontrolle am Donnerstagabend im Fährhafen Puttgarden wurde ein Kleintransporter mit gestohlenen Fahrrädern gestoppt. Der Fahrer, ein 28-jähriger Mann aus Polen, kam mit seinem Fahrzeug gerade von der aus Dänemark eingelaufenen Fähre. Seine Papiere waren zwar soweit in Ordnung, veranlassten die Beamten aber dazu, auch das innere des Transporters zu überprüfen. Dabei stießen sie auf elf hochwertige Fahrräder, die allesamt unter Decken transportiert wurden. Die Rechnung, die der 28-jährige den Beamten vorlegte, warf bei den Beamten weitere Fragen auf, die der Fahrer nicht erklären konnte.

Klärung durch einen Anruf

Ein Anruf bei den dänischen Behörden auf der anderen Seite des Belts brachte dann Klarheit. Die Fahrräder stammten aus einem Einbruch am Mittwoch in einem Geschäft in Dänemark. Es lagen zu diesem Zeitpunkt aber noch keine verlässlichen Listen der gestohlenen Gegenstände vor. Deshalb wurden die Fahrräder durch die Bundespolizei sichergestellt. Ob der Fahrer etwas mit dem Einbruch zu tun hat, ließ sich nicht klären. „Hier gilt natürlich die Unschuldsvermutung“, sagte Gerhard Stelke von der Bundespolizeiinspektion Kiel. Der Fahrer musste seine Reise deshalb ohne die Fahrräder fortsetzen. Die Fahrräder warten jetzt in den Diensträumen in Puttgarden auf die Abholung durch die dänische Polizei.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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