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116 Kilogramm Kokain auf Schiff entdeckt

Rauschgift in Baumaschinen 116 Kilogramm Kokain auf Schiff entdeckt

In einer spektakulären Aktion haben Zollfahnder in der Deutschen Bucht an Bord eines großen Frachters 96 Kilogramm Kokain entdeckt. Die Beamten nutzten beim Zugriff das moderne Doppelrumpfschiff „Borkum“ vom Hauptzollamt Itzehoe, von dem aus die Fahnder auf See zum Frachter überstiegen.

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116 Kilogramm Kokain im Wert von 21 Millionen Euro — versteckt in Baumaschinen — hat der Zoll im Februar auf einem Schiff aus Brasilien entdeckt.

Quelle: Polizei

Hamburg. Der Marktwert der sichergestellten Drogen hätte nach Angaben der Zollfahndung 21 Millionen Euro betragen. Die Ermittlungen zu dem Netzwerk, dass die Drogen nach Deutschland bringen wollte, dauern an.

Die Zöllfahnder hatten den Frachter bereits beim Einlaufen in die deutschen Hoheitsgewässer erwartet. Nachdem die Beamten einen Hinweis erhalten hatten, warteten sie am 27. Februar auf das aus Brasilien kommende RoRo-Schiff „Grande Brasile“. Das 215 Meter lange Schiff hatte zuvor bereits den Hafen Le Havre in Frankreich angelaufen und sollte nun in Hamburg weitere Ladung abgeben. Die Zollbeamten konzentrierten sich gleich auf die Baumaschinen, die an Deck und im Laderaum aufgereiht standen. In diese Baumaschinen hatten die Schmuggler die in Plastikfolie einpackten Drogenpakete versteckt. Bei einer weiteren Durchsuchung aller Baumaschinen an Bord entdeckten die Fahnder nach dem Festmachen im Hafen noch  20 Kilogramm.

Den Tipp zu dem Aufgriff hatten die Zöllner zuvor aus dem Ausland bekommen. „Wir sind sehr froh, dass sich mit einem Hinweis unserer internationalen Partnerbehörden hier einmal mehr die gute und zunehmend unabdingbare Zusammenarbeit mit den anderen europäischen Strafverfolgungsbehörden bewährt hat“ kommentierte Colette Hercher, die Präsidentin der Direktion V der Generalzolldirektion, die Aktion. 

Der Fund war aus ermittlungstaktischen Gründen erst gestern veröffentlicht worden. Der in Gibraltar beheimatete Frachter „Grande Brasile“ der Reederei Gimaldi pendelt zwischen Nordeuropa und Südamerika. Da gegen die Reederei und Schiffsbesatzung kein Verdacht der Beteiligung besteht, durfte das Schiff Hamburg bereits wieder verlassen und ist auf dem Weg nach Westafrika.

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