16 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
13 Milliarden: ADAC fordert Entschädigung von VW

Diesel-Skandal 13 Milliarden: ADAC fordert Entschädigung von VW

Was amerikanischen Kunden zusteht, darf deutschen VW-Dieselfahrern nicht verwehrt bleiben. Das fordert zumindest der ADAC, der von Volkswagen eine freiwillige Zahlung von je 5000 Euro für die 2,6 Millionen Autobesitzer erstreiten möchte. Der Automobilkonzern verwies auf andere Lösungsmöglichkeiten.

Voriger Artikel
Viel Bäume und ein großes Versprechen
Nächster Artikel
Viele Unternehmen zahlen keine Strom-Netzentgelte

Der ADAC ergreift für die VW-Kunden im Diesel-Skandal Partei.

Quelle: dpa

Frankfurt/Main. Der ADAC fordert von Volkswagen eine freiwillige Zahlung von je 5000 Euro für die 2,6 Millionen Autobesitzer, denen der Konzern Autos mit Schummelsoftware verkauft hatte. Das wären insgesamt 13 Milliarden Euro. ADAC-Vizepräsident Ulrich Klaus Becker sagte auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt, aus der Nachrüstung der Autos könnten sich möglicherweise Langzeitschäden ergeben. Deshalb sollte VW den deutschen Kunden eine Entschädigung wie in den USA anbieten, auch wenn dafür in Deutschland keine gesetzliche Verpflichtung besteht.

In den USA habe VW den Kunden im Rahmen eines Vergleichs 5000 Dollar gezahlt, sagte Becker. „Das sollte auch für Deutschland der Rahmen sein.“ VW verwies dagegen auf andere Grenzwerte, die andere Rechtslage und andere technische Lösungsmöglichkeiten in Deutschland. Hier habe das Unternehmen inzwischen 2 der 2,6 Millionen VW-, Audi-, Skoda und Seat-Dieselfahrzeuge nachgerüstet.

Bei der ADAC-Rechtsberatung gingen täglich hunderte Anrufe verunsicherter Mitglieder ein, sagte ein Sprecher des Autoclubs. Das Kraftfahrtbundesamt habe VW zur Nachrüstung der Autos mit manipulierter Abgasreinigung verpflichtet. Der Autofahrer könne dieses Angebot ausschlagen, aber dann könnte möglicherweise die Betriebszulassung seines Autos erlöschen. Bei einer Nachrüstung hätten ADAC-Tests bisher zwar keine nennenswerte Änderung von Leistung oder Verbrauch ergeben. Aber langfristig könnten vielleicht doch Schäden entstehen. VW hat den betroffenen Kunden Kulanzregelungen im Falle von Schäden in Aussicht gestellt.

Von RND/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft aus der Welt 2/3