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Bahn setzt bei Y-Trasse auf Ausbau

Güterverkehr Bahn setzt bei Y-Trasse auf Ausbau

Bei der Y-Trasse für Güterzüge unterstützt die Deutsche Bahn den von einem Dialogforum geforderten Ausbau bestehender Strecken. Wenn die Zahl der Güterzüge von und nach Bremerhaven und Hamburg aber weiter steige, müsse eine Neubaustrecke eine Option bleiben.

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Die Deutsche Bahn möchte bei der umstrittenen Y-Trasse für Güterzüge die Möglichkeit einer Neubaustrecke für die Zukunft offen halten, zunächst aber bestehende Strecken ausbauen.

Quelle: Carmen Jaspersen/dpa

Hannover/Hamburg. Die Deutsche Bahn will bei der umstrittenen Y-Trasse für Güterzüge das sich abzeichnende Votum des Dialogforums zum Ausbau bestehender Strecken akzeptieren. Sie halte es sich jedoch offen, zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf weitere Maßnahmen zu beantragen, sagte der Norddeutschland-Chef der Bahn, Ulrich Bischoping, der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Zuerst sei jetzt der Bund gefordert, den von dem Dialogforum mit breiter Mehrheit unterstützten Ausbau bestehender Strecken nach der Alpha-Variante umzusetzen.

Die Verkehrsprognosen zeigten aber, dass dennoch in einigen Jahren Engpässe drohen können. „Dann müssen wir über weitere Maßnahmen nachdenken.“ Welche dies sein können, lasse sich jetzt noch nicht eingrenzen, so Bischoping. Nicht ausschließen wollte er dabei die von Hamburg ins Gespräch gebrachte Neubaustrecke entlang der Autobahn 7 Richtung Hannover, die den Eingriff in die Natur aufgrund der Bündelung reduziert.

Bei der seit mehr als 20 Jahren geplanten Y-Trasse ging es zunächst um eine Neubaustrecke für den ICE-Verkehr von Hannover nach Hamburg und Bremen. Seit einiger Zeit aber liegt der Fokus auf der Schaffung zusätzlicher Kapazitäten für die wachsenden Gütermengen von und zu den norddeutschen Seehäfen.

Das Dialogforum mit Vertretern von Kommunen, Bürgerinitiativen und Umweltverbänden erarbeitet derzeit eine Empfehlung an das Bundesverkehrsministerium, welche Strecke die meiste Unterstützung findet. Anfang Oktober stimmte das Forum mehrheitlich für die Alpha-Variante, die einen zweigleisigen Ausbau zwischen Verden und Rotenburg sowie ein drittes Gleis von Lüneburg nach Uelzen sowie Verbesserungen auf anderen Abschnitten vorsieht.

Das Dialogforum habe klar gezeigt, dass eine Neubaustrecke nicht durchsetzbar ist, sagte Bischoping. Deshalb befürworte auch der Bahnvorstand, jetzt das an Ausbau umzusetzen, was machbar ist. „Ok, lassen wir uns auf das Alpha ein und fangen wir an.“ Wenn das Dialogforum an diesem Donnerstag seine Empfehlung schriftlich fixiere, müsse aber eine Öffnungsklausel eingebaut werden, die weitere erforderliche Baumaßnahmen in der Zukunft ermögliche.

Bei der Umsetzung der Alpha-Variante könne bereits kurzfristig die Planung für den zweigleisigen Ausbau von Rotenburg nach Verden beginnen, sagte Bischoping. Die Arbeiten dort ließen sich leichter umsetzen als das dritte Gleis zwischen Lüneburg und Uelzen, wo die Bahn mitten durch städtische Gebiete laufen und möglicherweise auch in bestehende Bebauung eingegriffen werden müsse.

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