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Browser-Spiele: Nur jeder zehnte Nutzer zahlt

Medien Browser-Spiele: Nur jeder zehnte Nutzer zahlt

Ob bei RTL, ProSieben oder Sat.1: Auf den Websites der privaten Fernsehsender wird gespielt. Die Unternehmen vermarkten auf ihren Portalen Browser-Spiele. Zu den Anbietern solcher Titel gehören Unternehmen wie Gameforge in Karlsruhe.

München. Browsergames seien das Hauptgeschäftsfeld, sagt Gameforge-Sprecher Axel Schmidt. Das Unternehmen erziele mit dem Verkauf von virtuellen Gegenständen Umsätze im dreistelligen Millionenbereich.

Das Geld kommt dabei nur von einem kleinen Teil der Spielerschaft. Neun von zehn Usern nutzten die an sich kostenlosen Spiele, ohne zu bezahlen, erklärt Schmidt. Bei zahlenden Spielern schwanken die Ausgaben zwischen 5 und 50 Euro pro Monat. Bezahlen können die Nutzer zum Beispiel mit Kreditkarte, aber auch per Telefonrechnung oder Prepaid-Karte. Die Kerngruppe der Online-Spieler ist zwischen 16 und 25 Jahre alt.

Verbraucherschützer sehen das Modell skeptisch, zumal die Eltern der jungen Spieler manchmal erst beim Blick auf die Telefonrechnung bemerken, dass ihr Kind im Netz Geld ausgibt. "Die Kosten sind zum Teil erheblich", sagt Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale Bayern.

Grenzen und Kontrollen seitens der Betreiber gibt es nur wenige: Ein Jugendlicher, der sein Alter korrekt angegeben hat, kann im Monat bei ProSiebenSat.1 maximal 60 Euro ausgeben, außerdem sind die Transaktionen pro Tag begrenzt.

dpa

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