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DLDwomen: Frauen drängen in Vorstandsetagen

Internet DLDwomen: Frauen drängen in Vorstandsetagen

Mehr Top-Jobs für Frauen: Auf einer Internet-Konferenz in München sprachen sich am Donnerstag mehrere Teilnehmerinnen dafür aus, die Gleichberechtigung endlich auch bei Führungspositionen zu erreichen.

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Die Schauspielerin Maria Furtwängler-Burda auf einer früheren Konferenz der DLD (Digital Life Design) in München. Frauen müssen ihrer Ansicht nach ganz selbstverständlich auf den Plätzen der Männer spielen.

Quelle: Christof Stache

München. EU-Kommissarin Viviane Reding bekräftigte ihre Absicht, im Herbst einen Gesetzentwurf zur Einführung einer europaweiten Frauenquote in den Vorständen börsennotierter Unternehmen vorzulegen. Freiwillige Vereinbarungen hätten nichts verändert, kritisierte die Justizkommissarin auf der DLDwomen in München, die sich gezielt an Frauen richtet. Nur 14 Prozent der Vorstandsmitglieder in Europa seien weiblich. Dabei stellten Frauen die Mehrheit bei den Studienabgängerinnen. "Das ist die reine Diskriminierung", rief Reding vor rund 600 Teilnehmerinnen der Konferenz DLDwomen.

Die Kommissarin sprach sich für eine Frauenquote von 30 Prozent bis 2015 und 40 Prozent bis 2020 aus. Sie wies auf ein Gesetz in Frankreich hin, das eine stärkere Beteiligung von Frauen im Top-Management von Unternehmen erreichen soll. Dort sei der Frauenanteil inzwischen von 12 auf 22 Prozent gestiegen.

Die Gesellschaft könne es sich auf Dauer nicht leisten, die Talente der vielen Akademikerinnen nicht zu nutzen. "Wir brauche alle verfügbaren Talente", sagte Reding. "Wir brauchen die Frauen, weil wir nicht genug Männer haben."

Bei Siemens soll der Frauenanteil in Führungspositionen von derzeit 10 Prozent bis 2015 auf 12 bis 30 Prozent gesteigert werden. Auf Kritik von Konferenzteilnehmerinnen, dies sei nicht anspruchsvoll genug, antwortete Brigitte Ederer, Personalvorstand des Elektronikkonzerns, es sei nicht immer einfach, auch die geeigneten Personen zu finden. "Wir sind aber sehr entschlossen, mehr zu tun." Das sei auch im ureigenen wirtschaftlichen Interesse des Unternehmens: "Gemischte Teams sind erfolgreicher als Teams mit Mitgliedern von nur einem Geschlecht."

Die DLD (Digital Life Design), organisiert von Verleger Hubert Burda, fand erstmals 2005 statt und richtet als Plattform für Internet-Unternehmer und Investoren jeweils im Januar den Blick auf aktuelle Trends im Web. Die DLDwomen ist ein Ableger dieser Konferenz mit einem Schwerpunkt auf Frauenthemen.

dpa

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