11 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Entspannung vorbei: Renditerekord in Spanien

EU Entspannung vorbei: Renditerekord in Spanien

Die Erleichterung über die Wahlergebnisse in Griechenland ist an den europäischen Anleihemärkten rasch verflogen. Nach kurzzeitiger Entspannung stiegen die Risikoaufschläge für Staatspapiere der meisten Euroländer wieder.

Voriger Artikel
EU-Kommission will bei Griechenland hart bleiben
Nächster Artikel
Mozilla arbeitet an Browser fürs iPad

Nach kurzzeitiger Entspannung stiegen die Risikoaufschläge für Staatspapiere der meisten Euroländer wieder.

Quelle: Julian Stratenschulte

Frankfurt/Main. Vor allem das Misstrauen der Investoren gegenüber den großen Sorgenkindern Italien und Spanien hat zuletzt deutlich zugelegt. Die Rendite für spanische 10-Jahrestitel kletterte am Morgen sogar über die kritische Marke von 7 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Einführung des Euro.

Der Wahlsieg der Nea Dimokratia sei an den Finanzmärkten bereits weitgehend eingepreist gewesen, sagten Händler. Die Blicke richteten sich nun wieder auf die anderen Problemkandidaten im Währungsraum. Zudem könnten die Koalitionsverhandlungen in Athen eine zähe Angelegenheit werden.

Am Vormittag zogen die Renditen für richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen aus Spanien um rund 0,25 Prozentpunkte bis auf 7,1 Prozent an und erreichten damit ein Rekordniveau, das von Experten als längerfristig unzumutbar eingestuft wird. Auch in Italien spitzt sich die Lage wieder zu: Nachdem die 10-Jahresrenditen Ende vergangener Woche deutlich nachgegeben hatten, stiegen sie am Montag wieder über die Schwelle von 6 Prozent.

Ungeachtet der Entwicklungen in Athen blieben die strukturellen und konjunkturellen Probleme der übrigen Krisenländer bestehen, warnte Ralf Umlauf, Anleihe-Experte der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). "Eine schnelle Lösung der europäischen Probleme ist nicht in Sicht und der EU-Gipfel Ende Juni wird vermutlich noch nicht die Wende in dieser Krise mit sich bringen."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft aus der Welt 2/3