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Evonik-Börsengang scheitert an Euro-Krise

Chemie Evonik-Börsengang scheitert an Euro-Krise

Der milliardenschwere Börsengang des Essener Chemiekonzerns Evonik scheitert nach Angaben aus Eigentümerkreisen an hohen Abschlägen wegen der Euro-Krise.Der Haupteigentümer RAG-Stiftung, der 74,99 Prozent an Evonik hält, werde den Börsengang bei einer Kuratoriumssitzung am Montag entweder ganz absagen oder auf unbestimmte Zeit vertagen, hieß es am Sonntag aus Stiftungskreisen.

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Der Haupteigner des Essener Chemiekonzerns Evonik vertagt wegen der nervösen Märkte den geplanten Börsengang.

Quelle: Caroline Seidel

Essen. n. Die Abschläge, die internationale Investoren für ein Engagement bei Evonik wegen der Euro-Krise verlangt hätten, seien einfach zu hoch. "Es geht den Investoren nicht um Deutschland, es geht nicht um Evonik, es geht um die Euro-Zone", hieß es aus den Kreisen.

Der Minderheitseigentümer, der Finanzinvestor CVC Capital Partners (25,01 Prozent), unterstütze die Haltung der Stiftung voll. Ein Stiftungssprecher wollte die Angaben nicht kommentieren. "Es bleibt bei unserer Haltung: Wir wollen nichts verschleudern", sagte er nur. Der Börsengang war bereits zweimal verschoben worden. Vergangenen Sonntag hatten die Eigentümer einen weiteren Aufschub um eine Woche für neue Gespräche mit Investoren beschlossen. Am Ende der Woche habe ein Treffen mit den beauftragten Banken gezeigt, dass die nötigen Voraussetzungen für den Börsengang weiter fehlten, hieß es.

Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Montag) hat der Vorstand der RAG-Stiftung sich am Sonntag in einer Empfehlung für die Kuratoriumssitzung vom Montag gegen den Börsengang ausgesprochen. Eine Entscheidung gegen den Vorstand sei praktisch nicht vorstellbar, schreibt die Zeitung.

Als Bewertungsziel für Evonik hätten die Eigentümer 15 Milliarden Euro angestrebt, hieß es in der Vergangenheit mehrfach. Dieser Wert sei klar verfehlt worden. Die Erlöse des Evonik-Börsengangs sollen im Wesentlichen zur Abdeckung der sogenannten Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohle-Bergbaus genutzt werden. Dazu zählt das dauerhafte Abpumpen von Wasser in den ehemaligen Abbaugebieten.

dpa

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