16 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Gericht: Werbeblocker im Internet sind zulässig

Medien Gericht: Werbeblocker im Internet sind zulässig

Im Streit um die Zulässigkeit von Werbeblockern im Internet ist ein Urteil gegen den Springer-Verlag rechtskräftig geworden. Hintergrund ist, dass der Verlag seine Berufung vor dem Oberlandesgericht Stuttgart gegen eine Entscheidung des örtlichen Landgerichts zurücknahm.

Voriger Artikel
Bundesrat stimmt Abschaffung der WLAN-Störerhaftung zu
Nächster Artikel
Umweltminister sagen Lebensmittelverschwendung den Kampf an

Die App «Blockr» zur Verhinderung von Werbeeinblendungen ist auf einem Smartphone installiert.

Quelle: Marijan Murat

Stuttgart. Das teilte ein Gerichtssprecher mit. "Der Nutzer kann nun eigenständig entscheiden, ob er Werbung sehen möchte oder nicht", sagte Rechtsanwalt Niklas Haberkamm, der die Entwickler der Software "Blockr" vertritt. Das Medienhaus war gegen sie vor dem Landgericht Stuttgart gescheitert.

Die Software kostet laut Gericht 99 Cent und war Ende 2015 mehr als 42 000 Mal heruntergeladen worden. Dagegen ging Springer vor. Das Unternehmen finanziert das Online-Angebot der Tageszeitung "Welt" vor allem aus Werbeerlösen. Die Adblocker griffen massiv und aus Sicht des Verlags mit rechtswidrigen Angeboten in das Geschäftsmodell ein, da sie einen relevanten Anteil der Werbung blockierten und damit die Anzeigenerlöse minderten.

Am 24. Juni wird vor dem Oberlandesgericht Köln auch eine Entscheidung zum Thema Werbeblocker erwartet.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft aus der Welt 2/3