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Gesamtmetall: Wirtschaftliche Zukunft höchst unsicher

Tarife Gesamtmetall: Wirtschaftliche Zukunft höchst unsicher

Die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie rechnen nach dem Tarifabschluss für Leiharbeiter mit einer Zunahme von Werkverträgen."Die Zeitarbeit wird deutlich teurer.

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Zeitarbeiter erhalten nach dem Tarifabschluss künftig Branchenzulagen, wenn sie länger als sechs Wochen an einen Betrieb ausgeliehen sind.

Quelle: Oliver Berg

Berlin. r. Einige werden versuchen, dem über Werkverträge aus dem Weg zu gehen", sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser am Dienstag in Berlin. Erst einmal werde der Verband aber nicht regulierend eingreifen. Die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zwei Jahren sei äußerst unsicher. "Das Ganze kühlt sich ab." Daher sei die Flexibilität der Unternehmen sehr wichtig.

Zeitarbeiter erhalten nach dem Tarifabschluss künftig Branchenzulagen, wenn sie länger als sechs Wochen an einen Betrieb ausgeliehen sind. Wer länger als zwei Jahre beim selben Unternehmen arbeitet, muss ein Übernahmeangebot erhalten.

Damit wird ein Teil der Lohnlücke zur Stammbelegschaft geschlossen, die Zeitarbeit für die Unternehmen aber auch teurer. Nach Einschätzung der IG Metall umgehen dies Firmen zunehmend mit Werkverträgen, bei denen Aufgaben an industrielle Dienstleister ausgelagert werden. Diese Subunternehmer bezahlen ihre Mitarbeiter in der Regel deutlich schlechter.

Größtes Thema für die Zukunft sei die Anpassung an den demografischen Wandel, sagte Kannegiesser. Um mit weniger Mitarbeitern den gleichen Standard zu halten, müssten Betriebe deutlich produktiver werden. Das bedeute aber auch, dass Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie länger arbeiten müssten.

Schon jetzt dürfen die Betriebe ein Drittel der Belegschaft statt der normalen 35 Stunden bis zu 40 Stunden in der Woche einsetzen. In Zukunft sollten sie aber auch älteren Mitarbeitern ermöglichen, beispielsweise bis zum 70. Lebensjahr weiter zu arbeiten. "Wir müssen Leute, die das möchten, länger im Unternehmen halten", sagte Kannegiesser. Konkrete Maßnahmen sollten jetzt mit der IG Metall diskutiert werden.

dpa

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