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Kieler Institut: Schuldenkrise bremst Aufschwung

Konjunktur Kieler Institut: Schuldenkrise bremst Aufschwung

Die Schuldenkrise in Europa belastet das Geschäftsklima in Deutschland und bremst den wirtschaftlichen Aufschwung. Dennoch sei im Laufe dieses Jahres mit einem Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent zu rechnen.

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Licht und Schatten: Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) sieht Positives, aber auch Gefahren für die deutsche Wirtschaft.

Quelle: Jens Büttner

Kiel. Das schreibt das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) in seiner am Donnerstag verbreiteten Konjunkturanalyse. Vor allem von den extrem niedrigen Zinsen in Deutschland gingen erhebliche Impulse aus. Auch der private Konsum werde von den weiterhin positiven Aussichten am Arbeitsmarkt gestützt.

Die Exporte kommen dagegen nicht recht in Schwung. Die Prognose des IfW bewegt sich in ähnlicher Höhe wie die anderer Wirtschaftsforscher; die Differenzen betragen nur Zehntelprozente.

Gegen Ende des Jahres verstärken sich die Aufwärtskräfte. "Die deutsche Wirtschaft bewegt sich allmählich in die Anfangsphase einer Hochkonjunktur", heißt es in der Analyse der Kieler Volkswirte. Im nächsten Jahr werde die Wirtschaft um 1,7 Prozent wachsen, sofern die Lage im Euroraum nicht eskaliert.

Die wesentlichen wirtschaftlichen Impulse gehen dabei vom Inland aus. Gegenwärtig halten sich die Unternehmen mit Investitionen noch zurück, weil die Unsicherheiten durch die Krise in einigen Ländern des Euroraums schwer einzuschätzen sind. Weil aber die Produktionskapazitäten bald ausgelastet sind, dürften nach Einschätzung des IfW die Firmen in den nächsten Monaten in die Erweiterung ihrer Anlagen investieren.

Für den Arbeitsmarkt sehen die Kieler Forscher für dieses Jahr einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit voraus. Wegen des höheren konjunkturellen Tempos werde die Beschäftigung im kommenden Jahr stärker ansteigen; die Zahl der Arbeitslosen werde bei 2,8 Millionen liegen. Die gute Konjunktur und höhere Lohnabschlüsse werden auch die Preise treiben; die Inflation steigt von 2,0 in diesem auf 2,1 Prozent im nächsten Jahr.

dpa

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