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Konservative Strategie: Primark will lieber langsam wachsen

Einzelhandel Konservative Strategie: Primark will lieber langsam wachsen

Für ein ambitioniertes Unternehmen ist es eine ungewöhnliche Strategie: Die Billig-Modekette Primark will statt schneller Expansion international lieber langsam wachsen.

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Vor fünf Jahren eröffnete die Billig-Modekette die erste Filiale in Deutschland. Seit Anfang an läuft das Geschäft hierzulande profitabel.

Quelle: Tim Brakemeier/Archiv

Berlin. Sie gehörten nicht zu den Unternehmen, die in den ersten Jahren Verluste einkalkulierten, sagte Primark-Manager Paul Lister. "So machen wir es nicht. Wir wollen vom ersten Tag an profitabel sein."

Vor fünf Jahren eröffnete die Billig-Modekette die erste Filiale in Deutschland. Seit Anfang an laufe das Geschäft hierzulande profitabel. Primark schreibe schwarze Zahlen, sagte Deutschlandchef Wolfgang Krogmann. Inzwischen gibt es bundesweit 18 Läden mit rund 6000 Mitarbeitern.

In den kommenden Monaten sollen zwei bis vier neue Filialen dazukommen. Ziel sei ein langsames, gesundes Wachstum, sagte Krogmann. "Finanziell sind wir ein konservatives Unternehmen. Wir müssen Geld verdienen."

Primark investiere vor allem "in Dinge, die bereits funktionieren", betonte Lister. Als nächstes jedoch will die Modekette den Sprung über den Teich wagen und im September die ersten beiden Filialen in den USA eröffnen.

Probleme macht Primark wie der ganzen Branche der schwache Euro. Weil in den oft asiatischen Einkaufsländern in US-Dollar gehandelt wird, schlägt die Abwertung der europäischen Währung voll durch. T-Shirts oder Jeans würden deshalb aber nicht teurer, versprach Lister. "Wir planen langfristig, es geht nicht um kurzfristigen Profit." Derzeit kostet das günstigste T-Shirt bei Primark 2,50 Euro.

Beim Verkauf will Primark weiterhin konservativ auf Geschäfte in Shoppingzentren und Fußgängerzonen setzen. Einen Internetshop wird es weiterhin nicht geben. "Wir wollen investieren und sicherstellen, dass wir tolle Läden haben", betonte Lister.

dpa

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Deutsche Presse-Agentur dpa

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