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Spielemesse E3: Konsolenhersteller setzen auf Vernetzung

Computer Spielemesse E3: Konsolenhersteller setzen auf Vernetzung

Auf der Spielemesse E3 in Los Angeles ist zu sehen, was in den betagten Spielekonsolen noch steckt. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf neuen Games und erweiterten Spielekonzepten.

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Nintendo hat kurz vor dem Start der Computerspielmesse E3 in Los Angeles sein neues Gamepad für die Spielekonsole Wii U vorgestellt.

Quelle: Nintendo-Kanal /YouTube

Los Angeles. Microsoft hat für seine Spielekonsole Xbox 360 die Vernetzung ausgebaut und setzt dafür eine neue App als Brücke ein. Die Technologie SmartGlass soll künftig die Spielekonsole, den Fernseher, PC und Tablet sowie das Smartphone miteinander verbinden und das Spielen unabhängig von Zeit und Raum machen. Das kündigte Microsoft zum Start der Spielemesse E3 in Los Angeles an. Zuvor hatte Nintendo auf Amerikas wichtigster Spielemesse sein neues Gamepad für die Wii U vorgestellt, mit dem das japanische Unternehmen einen ähnlichen Weg einschlagen will. Sony setzt derweil auf neue Spieletitel und die Erweiterung des Spielerlebnisses.

Auf der Xbox begonnene Spiele können mit SmartGlass auch unterwegs auf dem Tablet oder Smartphone weitergespielt werden. Umgekehrt lässt sich ein unterwegs begonnenes Spiel auch auf dem Fernseher fortsetzen. Das Tablet zeige dann über SmartGlass weitere Informationen zum Spielgeschehen an, erklärte Microsoft-Manager Don Mattrick. Der Clou dürfte allerdings sein: SmartGlass soll nicht allein auf Windows 8 und Xbox 360 laufen, sondern auch mit Apples iOS (iPhone, iPad, iPod touch) und Android auf den Plattformen der Konkurrenz. Vor allem neue Games auf Smartphones hatten zuletzt die traditionelle Computerspielebranche kräftig unter Druck gesetzt.

Mit rund 30 Millionen Musiktiteln sowie einem Online-Filmangebot führender Film- und TV-Studios über die Plattform Xbox Live versucht Microsoft seit Monaten, die Xbox 360 als Entertainment-Zentrale im Wohnzimmer zu platzieren. Ab Herbst 2012 wird auch der Browser Internet Explorer auf der Xbox verfügbar sein und das Web auf den Fernseher bringen. SmartGlass könne dabei jede interaktive Website auf dem TV-Bildschirm steuern, erklärte Mattrick.

Inzwischen verbringen Xbox-Live-Abonnenten - zumindest in den USA - mehr Zeit mit Videos und Musikhören als für Spiele, schreibt das Magazin "Forbes". "Mit Xbox SmartGlass eröffnen wir neue Wege, Entertainmentinhalte via Telefon, Tablet, Computer oder Fernseher zu erleben", sagte Mattrick.

Nintendo hatte am Montag bereits über ein Video im Netz die wichtigsten Neuigkeiten verkündet. Das im vergangenen Jahr angekündigte Gamepad für die Konsole Wii U dürfte nun bald marktreif sein. Das Pad mit berührungsempfindlichem Display dient als Eingabegerät und mobile Konsole.

Für die Vernetzung der Spieler hat Nintendo das neue Soziale Netzwerk Miiverse angekündigt, mit dem die Spieler künftig über Textnachrichten, Chat oder handschriftliche Mitteilungen untereinander kommunizieren können. Mit Miiverse will auch Nintendo den eigenen Firmen-Tellerrand überschreiten: Da die Software für das Netzwerk Browser-basiert sei, könne es künftig voraussichtlich auch auf jedem mobilen Gerät, das heißt auch auf Plattformen der Konkurrenz genutzt werden.

Sony setzt auf der E3 weniger auf Vernetzungskonzepte, sondern auf neue Spieletitel und die Erweiterung des Spielerlebnisses. Die mobile Konsole PS Vita solle nicht zum universellen Controller ausgebaut werden, aber eng mit der PS3 zusammenspielen, sagte Ulrich Barbian, Marketingleiter von Sony Deutschland. "Uns geht es um großartige Spiele-Erfahrung", sagte Barbian.

In Los Angeles präsentierte Sony zum Beispiel das neue "Wonderbook", das in Zusammenarbeit mit der Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling Zaubersprüche zusammenstellt. "Das ist eine sehr spannende Mischung, die Entertainment und Edutainment auf höchst interaktive Weise verbindet", erklärte Barbian. Über die Kamera der PS3 werde das physikalische Buch eingelesen und erlebbar gemacht.

dpa

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