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Sturm "Niklas" bringt Gewinnziel der Munich Re nicht ins Wanken

Versicherungen Sturm "Niklas" bringt Gewinnziel der Munich Re nicht ins Wanken

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat den Sturm "Niklas" vergleichsweise glimpflich überstanden und hält an seinen Gewinnzielen für das laufende Jahr fest.

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2014 hatte Munich Re 3,2 Milliarden Euro verdient.

Quelle: Sven Hoppe

München. "Wir liegen gut auf Kurs", sagte Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard bei der Hauptversammlung in München. Für das laufende Jahr rechnet er weiterhin mit einem Überschuss von 2,5 bis 3 Milliarden Euro.

Die Belastungen durch "Niklas", der Ende März mit Böen von bis zu 192 Stundenkilometern über Deutschland, Österreich und die Schweiz gefegt war, schätzte Bomhard für die Munich Re auf einen mittleren zweistelligen Millionenbereich. "Das ist für uns verdaubar und überschaubar." Damit traf das Unwetter den Konzern wesentlich weniger als Sturm "Kyrill" im Jahr 2007, der die Munich Re nach früheren Zahlen rund 400 Millionen Euro gekostet hatte.

Im vergangenen Jahr fuhr der Versicherer auch dank einer geringeren Zahl von Naturkatastrophen einen Gewinn von 3,2 Milliarden Euro ein. Bomhard hatte aber schon im März klargestellt, dass diese Größenordnung 2015 wegen der Niedrigzinsen und des Preiskampfs bei den Rückversicherern nicht nochmals erreicht werden kann.

Als Wachstumsfeld für den Konzern sieht er unter anderem Versicherungen gegen die wachsende Cyber-Kriminalität, gegen die sich erst ein Bruchteil der Unternehmen versichert habe. "Das Geschäftspotenzial für die Assekuranz und damit für uns ist also enorm." Auch bei dem Versicherungsschutz gegen Wetter-Risiken sieht das Unternehmen mit seinem Erstversicherer Ergo noch mehr Möglichkeiten - denn nicht nur Unwetter-Katastrophen könnten für Firmen schwere Folgen haben. "Wenn Sie einen Biergarten im Englischen Garten haben, können Sie sich bei uns gegen einen verregneten Sommer versichern", sagte Bomhard.

Aktionärsvertreter äußerten allerdings die Sorge, ob die Munich Re bei ihren Wachstumsprojekten nicht auf Nischenmärkte setze, die rückläufige Tendenzen im Kerngeschäft aber nicht ausgleichen könnten. "Wo wird das weitere Wachstum herkommen?", fragte Aktionärssprecherin Daniela Bergdolt.

Für die Aktionäre sei die erhöhte Dividende von 7,75 Euro aber erfreulich. Auch mit dem Kurs war es zuletzt steil bergauf gegangen: Seit der letzten Hauptversammlung vor einem Jahr legte der Dax-Wert um ein Fünftel zu. Vorstandschef von Bomhard sieht das Papier gemessen am Konzerngewinn zwar nicht überbewertet. Die kräftigen Kursanstiege betrachtet er allerdings kritisch, da sie von der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) angetrieben würden.

dpa

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