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Dax dämmt Verluste nach Trump-Schreck ein

US-Wahl 2016 Dax dämmt Verluste nach Trump-Schreck ein

Nach einer sehr schwachen Eröffnung fanden sich schnell wieder mutige Käufer auf Schnäppchenjagd. Sie setzen darauf, dass das Leben an der Börse auch mit einem US-Präsident Trump weiter geht.

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Zum Handelsstart fiel der Leitindex Dax noch um knapp 3 Prozent auf 10.174 Punkte.

Quelle: Arne Dedert/dpa

Frankfurt/Main. Der Wahlsieg des als unberechenbar geltenden Republikaners Donald Trump hat am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch nur kurzzeitig für größere Verluste gesorgt. Zum Handelsstart fiel der Leitindex Dax noch um knapp 3 Prozent auf 10174 Punkte. Von einer Verkaufspanik, wie sie sich vor dem Börsenstart mit Indikationen unter 10 000 Punkten noch abgezeichnet hatte, war aber nichts zu spüren.

In der ersten Handelsstunde schmolzen die Verluste nun auf 1,34 Prozent zusammen und der Dax notierte bei 10342,10 Punkten. Der MDax verlor 0,96 Prozent auf 20 418,20 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,52 Prozent auf 1721,09 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,61 Prozent.

Letztlich brachte der überraschende Ausgang der US-Präsidentschaftswahl die weltweiten Märkte nur kurzfristig stärker unter Druck. Es wurde an das Sprichwort „Politische Börsen haben kurze Beine“ erinnert. Laut Händler Ludwig Donnert von Orca Capital dürfte die allgemeine Unsicherheit aber anhalten bis klar werde, wohin die Reise wirtschaftlich und politisch gehe.

Finanzmärkte erschüttert

Dass Trump neuer Präsident der Vereinigten Staaten wird, hatte die Finanzmärkte am frühen Morgen erschüttert. Der mexikanische Peso stürzte auf ein Rekordtief ab, und der US-Dollar ging zum Euro auf Talfahrt, was die Gemeinschaftswährung kurzzeitig auf den höchsten Stand seit Anfang September trieb. Zuletzt wurde sie dann jedoch wieder mit 1,1115 Dollar gehandelt. Der Goldpreis war ebenfalls hochgeschnellt und auch die Nachfrage nach sogenannten Fluchtwährungen wie dem japanischen Yen und dem Schweizer Franken stieg sprunghaft, bevor allmählich wieder eine Beruhigung eintrat.

Neben Autowerten zählten die Bankaktien zu den größten Verlierern nach dem Wahlausgang. Daimler und BMW verloren jeweils rund 4 Prozent. Die Anteilsscheine der Deutschen Bank gaben um 3,6 Prozent nach und die der Commerzbank um 3,1 Prozent.

Quartalsberichte lagen vor

Neben dem ersten Schreck aus den USA spielten am Morgen aber auch die vorgelegten Quartalsberichte eine Rolle. So machten sich bei HeidelbergCement die Kosten für die Übernahme des Konkurrenten Italcementi bemerkbar. Gewinnseitig verfehlte der Baustoffe-Konzern die durchschnittlichen Markterwartungen, was den Papieren ein Minus von 3,4 Prozent einbrockte.

Die Aktien der Munich Re sackten um 3,2 Prozent ab. Geringere Katastrophenschäden stimmten den weltgrößten Rückversicherer allerdings wieder optimistischer für das laufende Jahr. Nach der Gewinnwarnung vom Mai setzte der Vorstand sein Gewinnziel für 2016 nun wieder herauf.

Die Papiere von Eon fielen um marktkonforme 1,56 Prozent. Die historische Neuausrichtung brockte dem Energiekonzern zwar den nächsten gigantischen Verlust in Milliardenhöhe ein, doch am Markt war Schlimmeres befürchtet worden.

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