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Yahoo und Facebook verhandeln im Patentstreit

Computer Yahoo und Facebook verhandeln im Patentstreit

Die Kontrahenten Yahoo und Facebook bemühen sich in ihrem aufsehenerregenden Patentstreit um eine gütliche Einigung. Es gebe Verhandlungen zwischen den Parteien über eine Beilegung des Konflikts, erklärte ein Yahoo-Anwalt in einem Schreiben an das zuständige Bezirksgericht in San Francisco.

San Francisco. Er bat um einen Aufschub von zwei Wochen für anstehende Anträge eine Anhörung. "Die Parteien sind der Überzeugung, dass eine Fristverlängerung die Verhandlungen begünstigt", hieß es in dem am Mittwoch bekannt gewordenen Schreiben. Mit einem Vergleich könnte ein langwieriges und teures Gezerre vor Gericht abgewendet werden.

Mit dem Gerichtsdokument wird ein Bericht des Technologieblogs "All Things Digital" von Anfang Juni untermauert, in dem von Gesprächen über eine gegenseitige Lizenzierung von Patenten die Rede war. Dadurch, so der Bericht damals, könnte sich eine noch engere Integration der Dienste von Yahoo und Facebook ergeben.

Yahoo hatte wenige Wochen vor dem Facebook-Börsengang im Mai seine Klage eingereicht, in dem der Internet-Pionier seinem jüngeren Rivalen vorwarf, Ideen abgekupfert zu haben. Facebook reagierte mit einer Gegenklage und ähnlichen Vorwürfen. Um die eigene Position zu verbessern, kaufte Facebook sogar für mehrere hundert Millionen Dollar weitere Patente hinzu.

Yahoo hatte offenbar gehofft, dass Facebook so kurz vor dem Börsengang versuchen würde, die Klage mit einer Millionenzahlung aus der Welt zu schaffen. Der damalige Yahoo-Chef Scott Thompson, der die Klage vorangetrieben hatte, musste mittlerweile aber seinen Stuhl räumen, weil er in seinem Lebenslauf einen falschen Titel in Computerwissenschaften führte.

Als Yahoo 2004 die Patentkeule kurz vor dem Google-Börsengang herausgeholt hatte, war der Angriff noch von schnellem Erfolg gekrönt gewesen: Damals bekam der Internet-Pionier bei der Einigung 2,7 Millionen Google-Aktien, die wenig später mehrere hundert Millionen Dollar wert waren.

dpa

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