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Zulieferer Prevent verklagt Daimler auf Millionen

Automobil-Industrie Zulieferer Prevent verklagt Daimler auf Millionen

Die Prevent-Gruppe gibt wieder einmal den bösen Buben unter den Autozulieferern. 2016 legte sie die Werksbänder von VW durch einen Lieferstopp lahm. Nun will das Unternehmen von Daimler Schadensersatz in Höhe von 41,6 Millionen Euro. Doch die Stuttgarter sehen sich gegen die Ansprüche gewappnet.

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Die Prevent-Gruppe rückt diesmal Daimler zu Leibe.

Quelle: dpa

Stuttgart. Im Streit um die Lieferung von Sitzbezügen will der Zulieferer Prevent Schadenersatz in Höhe von 41,6 Millionen Euro vom Autobauer Daimler einklagen. Das Landgericht Stuttgart befasst sich am Donnerstag (15.00 Uhr) mit dem Fall, der schon einige Jahre zurückliegt. Prevent hatte Daimler bis 2014 mit Sitzbezügen beliefert. Das Unternehmen wirft dem Autobauer vor, den Liefervertrag unrechtmäßig beendet zu haben, kurz nachdem neue Konditionen vereinbart worden waren. Der Autohersteller hält die Klage für unbegründet (Az. 11 O 32/17).

Die Prevent Dev GmbH war in dem Streit 2014 mit dem Versuch gescheitert, eine einstweilige Verfügung bei der Stuttgarter Justiz durchzusetzen, um weiter liefern zu können. Danach einigten sich die Parteien, den Fall als erledigt zu betrachten. Später reichte Prevent dann am Landgericht Braunschweig die Schadenersatzklage ein. Die Richter dort verwiesen den Fall aber wieder nach Stuttgart.

Hinter der Prevent-Gruppe steht die Investorenfamilie Hastor, die mit der gescheiterten Machtübernahme beim bayerischen Autozulieferer Grammer für Schlagzeilen gesorgt und per Lieferstopp im vergangenen Jahr die Bänder von VW in Wolfsburg und Emden stillgelegt hatte.

Von RND/dpa

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