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3000 Gigawattstunden Alternativstrom abgeregelt

Energie 3000 Gigawattstunden Alternativstrom abgeregelt

In Schleswig-Holstein sind 2015 knapp 3000 Gigawattstunden aus erneuerbaren Energien wegen drohender Überlastungen im Stromleitungsnetz nicht produziert worden.

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Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Umweltminister Schleswig-Holsteins.

Quelle: Markus Scholz/Archiv

Kiel. 2014 waren "nur" knapp 1100 Gigawattsstunden abgeregelt worden, wie aus einem gemeinsamen Bericht des Energiewendeministeriums und der Netzbetreiber Tennet und Schleswig-Holstein Netz AG hervorgeht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Für Minister Robert Habeck (Grüne) ist der Anstieg ärgerlich. "Strom aus Erneuerbaren Energien abzuschalten statt ihn zu nutzen, ist absurd. Zumal wenn Kohle- und Atomstrom weiter fließen und die Netze verstopfen."

Wenn Strom aus Erneuerbaren Energien wegen Engpässen nicht abgenommen werden kann, wird beispielsweise die Leistung der Windkraftanlagen phasenweise von 100 auf 80 Prozent gedrosselt, wie die Leiterin der Landesgeschäftsstelle des Bundesverbands Windenergie (BWE SH), Nicole Knudsen, sagte.

Angesichts des zügigen Netzausbaus in Schleswig-Holstein erwarten die Netzbetreiber ab 2017 zumindest phasenweise eine Entspannung. Zugleich wird eine deutlich gesteigerte Vor-Ort-Nutzung des EEG-Stroms angestrebt, etwa über dessen Umwandlung in Wasserstoff oder Wärme, wie der Vorstand Schleswig-Holstein Netz AG, Matthias Boxberger, sagte.

dpa

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