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Beitragssatz steigt auf 15,7 Prozent

AOK Nordwest Beitragssatz steigt auf 15,7 Prozent

Andere Versicherungen wie die Techniker Krankenkasse haben eine Erhöhung ihrer Beiträge bereits beschlossen, am Dienstag zog die AOK Nordwest nach: Die 700000 gesetzlich Versicherten in Schleswig-Holstein müssen ab dem 1. Januar insgesamt 0,2 Prozent mehr bezahlen.

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Viele Krankenkassen in Deutschland erhöhen zum 1. Januar ihre Beiträge. Als Grund werden steigende Kosten insbesondere im Arzneimittelsektor genannt.

Quelle: Daniel Karmann

Kiel. Der allgemeine Beitragssatz steigt dann von bislang 15,5 auf 15,7 Prozent, teilte AOK-Verwaltungsratsvorsitzender Johannes Heß mit. Während Arbeitgeber davon weiterhin 7,3 Prozent tragen, werden die Versicherten durch die Anhebung des Zusatzbeitrages von 0,9 auf 1,1 Prozent stärker belastet.

 Als Grund für die Beitragserhöhung nennt AOK-Sprecher Jens Kuschel die insgesamt gestiegenen Kosten; besonders für Arzneimittel und ambulante ärztliche Leistungen seien die Ausgaben im ersten Halbjahr 2015 „dramatisch“ gestiegen: „Wir brauchen gerade für den Bereich der patentrechtlich geschützten neuen Arzneien eine Preisbremse. Von der Pharmaindustrie werden teilweise Mondpreise verlangt, die in keinem Verhältnis mehr stehen“, kritisiert Kuschel. Etwa neun Milliarden Euro umfasst der am Dienstag vom AOK-Verwaltungsrat verabschiedete Gesamtetat für 2016, fast 95 Prozent davon sollen direkt in die Gesundheit der Versicherten investiert werden.

 Zum 1. Januar wird Tom Ackermann neuer Vorstandsvorsitzender der AOK Nordwest. Der 44-Jährige tritt dann die Nachfolge von Martin Litsch (58) an, der Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes in Berlin wird. „Wir wollen unsere Position als regionale Krankenkasse nutzen, um die gesundheitliche Versorgung unsere Versicherten zu sichern und durch wirtschaftliche Versorgungsverträge weiter zu verbessern“, kündigt Ackermann an. Wenn eine Kasse den Zusatzbeitrag anhebt, haben die Versicherten übrigens ein Sonderkündigungsrecht. Dabei sind Fristen zu beachten: Die Kündigung aufgrund eines zum 1. Januar erhöhten Zusatzbeitrags muss bis Ende Januar erklärt werden. Sie wird dann zum 31. März wirksam.

https://www.krankenkassen.de/krankenkasse-wechseln/kuendigung/aok-nordwest-kuendigen/

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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