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Sinkende Margen setzen HaGe-Geschäft zu

Agrarhandel Sinkende Margen setzen HaGe-Geschäft zu

Fast genau vor einem Jahr hatte der Kieler Agrarhändler Hauptgenossenschaft Nord AG (HaGe Kiel) seinen „Masterplan“ vorgestellt. Ziel: Kosten senken, Erträge steigern. Auf der Mitgliederversammlung am Mittwoch in der Halle 400 musste HaGe-Vorstandssprecher Henrik Madsen jedoch einige Punkte einräumen.

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Die HaGe beliefert die Landwirte vermehrt mit Dünger oder Saatgut in sogenannten Big Bags.

Quelle: muenchow.de

Kiel. „Der erzielte Jahresüberschuss von 8,4 Millionen Euro hat unsere Erwartungen nicht erfüllt, die Handelsmargen sind deutlich geringer geworden.“ Mit Hilfe einer Unternehmensberatung sollen deshalb auch in diesem Jahr weitere Sparprozesse ausgelotet und in den kommenden Jahren umgesetzt werden, sagte HaGe-Vorstand Markus Grimm. Dazu gehöre eine „Verschlankung“ der gesamten Organisation im Konzern, um Kosten reduzieren zu können: „Wir werden deshalb wohl auch Personal abbauen müssen", so Madsen.

 Als Grund für den Rückgang des Ertrages, der 2013 noch bei 17,6 Millionen Euro lag, nannte Madsen das schwierige Marktumfeld aufgrund sinkender Absatzpreise für Milch, Fleisch und Getreide und zugleich gestiegene Logistikkosten aufgrund eines Überangebotes von Getreide. Der Umsatz sank von 2,8 Milliarden (2013) auf jetzt etwa 2,55 Milliarden Euro, die Zahl der Mitarbeiter stieg derweil aufgrund von Zukäufen auf 1900 (2014: 1700). Und während im Bereich Futter und Saatgetreide mehr Menge umgesetzt werden konnte, ging die Nachfrage nach Dünger zurück.

 Aufsichtsratsvorsitzender Kristian Hundebøll vom Hauptaktionär DLG lobte die Ertragskraft des Unternehmens: „Im Vergleich zum Wettbewerb haben wir eine hervorragende Finanzkraft.“ Die Eigenkapitalquote stieg um vier Prozent auf jetzt 258 Millionen Euro – eine Quote von 45 Prozent. Und diese Kapitalausstattung, betonte HaGe-Vorstand Markus Grimm, sei besonders wichtig, „damit wir gut aus 2016 herauskommen“.

 Einen Schwerpunkt für gutes Geschäft will der Landhandelskonzern auf den Handel mit Saaten richten – „das ist das Betriebsmittel der Zukunft“, sagte Grimm. Auch im Bereich Pflanzenschutz bleibe die HaGe Marktführer. Durch den vollständigen Erwerb des Familienunternehmens Roth Agrarhandel (Hessen) sei der Handel nun deutschlandweit ausgerichtet. Auch wenn die HaGe im vergangenen Jahr die Investitionen gedrosselt hat und sich von einigen Bereichen getrennt hat, werde der Markt beobachtet: „Es wird die Chance kommen, um erneut zu investieren.“

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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