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Arbeitgeber gegen starre Arbeitszeiten

Nordmetall Arbeitgeber gegen starre Arbeitszeiten

Der Arbeitgeberverband Nordmetall fordert, starre gesetzliche Arbeitszeitregelungen aufzuheben. Die Vorgaben für die Ruhezeiten und die tägliche Höchstarbeitszeit passten nicht mehr in das Handy- und Laptop-Zeitalter, teilte Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch am Montag mit.

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Arbeitszeit will konkret erfasst sein, so wie einst mit dieser elektronischen Stechuhr. Doch heute passt nicht jede Arbeit mehr in ein starres Zeitfenster.

Quelle: Jan Woitas

Hamburg. „Selbstverständlich stellt keine unserer Firmen die wöchentliche Höchstgrenze von 48 Stunden in Frage. Aber wie sich die Arbeit auf die einzelnen Tage verteilt, entscheiden immer stärker die Wünsche unserer Kunden.“ Es müsse daher künftig möglich sein, an einem Tag auch einmal mehr als zehn Stunden zu arbeiten und dafür an einem anderen Tag der Woche später kommen oder früher gehen zu können.

Das Gleiche gelte für die gesetzliche Ruhezeit von mindestens elf Stunden. „Kurze Unterbrechungen der Ruhezeit – zum Beispiel um abends rasch eine E-Mail zu beantworten – müssen möglich sein, ohne dass die Uhr von Neuem zu laufen beginnt“, forderte Lambusch. Nur dann könnte die Metall- und Elektro-Industrie auch künftig Einkommen von rund 56000 Euro im Jahr zahlen und auf dem Weltmarkt mit ihren Produkten konkurrenzfähig bleiben.

Im Arbeitgeberverband sind 250 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und im nordwestlichen Niedersachsen vereint.

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Ein Artikel von
Oliver Hamel
Wirtschaftsredaktion

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