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Meyer lobt Millionen-Investition von Stryker

Ausbau in Schönkirchen Meyer lobt Millionen-Investition von Stryker

Neues Konferenzcenter und Restaurant, Investitionen in Höhe von etwa 31 Millionen Euro: Das US-amerikanische Medizintechnik-Unternehmen Stryker mit Sitz in Schönkirchen baut seinen Standort weiter aus.

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Vor Ort: Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (5. von links) weihte den Konferenzraum ein.

Quelle: Stryker

Schönkirchen. Dafür gab es jetzt auch Lob von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD), der zur Einweihung des 600 Quadratmeter großen Konferenzcenters mit Kantine zugegen war: „Diese Investitionen sind ein Bekenntnis zum Standort hier und ein hervorragendes Signal für die Medizintechnik in Schleswig-Holstein.“ Eine noch intensivere Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Klinische Anatomie (ZKA) würde Meyer begrüßen: „So könnten neue Innovationen entstehen, von denen das Unternehmen und seine Mitarbeiter und nicht zuletzt das Land als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort profitiert.“ Das Land fördere bereits Projekte bei Stryker wie die Implantatentwicklung oder auch die Entwicklung eines Knochenersatzmaterials.

Bereits seit Ende der 1970er in Schönkirchen

Rund zehn Millionen Euro hat die Stryker Trauma GmbH, seit Ende der 1970er-Jahre in Schönkirchen ansässig, in Umbauten investiert, 21 Millionen sind in neue Produktionsanlagen und eine automatisierte Fertigung geflossen. Gefertigt werden in Schönkirchen medizinische Nagelimplantate, Schrauben und Instrumente aus Titan und weiteren Werkstoffen, die überwiegend zur Versorgung von Knochenbrüchen eingesetzt werden. „Im vergangenen Jahr haben wir etwa 360000 dieser Nägel verkauft und mehr als 500 Millionen Euro umgesetzt. Das wollen wir durch verbesserte Fertigungsbedingungen weiter steigern“, sagt Stryker-Manager Bernd Robioneck.

Ziel sei es, die Mitarbeiterzahl von derzeit 670 stabil zu halten. Mit einer eigenen Knochendatenbank, in der mehr als 15000 Knochen hinterlegt sind, soll die Produktpalette ständig verbessert werden. „Wir werden unsere Marknagel-Systeme sowie ein Navigationssystem für Implantate in Zusammenarbeit mit Chirurgen weltweit und speziell der Uni und der FH Kiel immer weiter entwickeln“, ergänzt Ronald Prager aus der Stryker-Geschäftsführung. Allein 85 Mitarbeiter arbeiten derzeit in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. „Um weiter als Weltmarktführer zu bestehen, müssen wir unsere Produkte ständig verbessern, das dient auch der Standortsicherung.“ Schwerpunkt bleibe weiterhin die Nagelfertigung, aber auch die Instrumentenherstellung werde forciert.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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Foto: Die Firma Stryker, hier vertreten durch Goncalo Ferreira (Dritter von links), Cathrin Kohnke (links) und Britt Lerbs (rechts), überreichte Spendenschecks an Monika Vogt (Zweite von links, Verein Kleiner Lichtblick Schwentinental) sowie an Walter Bischoff (Vierter von links), Anne Potratz und Michael Koops vom Kinderhilfswerk Schönkirchen.

Das ist ein willkommener Geldsegen für drei gemeinnützige Vereine aus der Region: Der „Kleine Lichtblick“ aus Schwentinental, das Kinderhilfswerk Schönkirchen und die Kieler Initiative gegen Kinderarmut „Inka“ erhielten Schecks der Schönkirchener Firma Stryker.

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