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Start-up geht Männern an die Wäsche

Basic Butler Start-up geht Männern an die Wäsche

Viele Männer gehen nicht gerne einkaufen. Online-Händler haben das als Problem erkannt und stellen ihnen komplette Outifts zusammen. Jetzt gibt es solche Boxen auch für Unterwäsche: Das Kieler Start-up Basic Butler will Männer online mit passenden Sets aus Schlüpfer, Shirts und Socken versorgen.

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Inspiration für Untendrunter: Das Team von Basic Butler stellt Unterwäsche-Pakete für Männer zusammen. Doumorh El-Riz (v.l.n.r.), Magdalena Olejniczak, Max Wersig und Eduard Malyj wollen Herren mit ihren Boxen den lästigen Einkauf der Basics abnehmen.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. „Das ist ein eher lästiges Muss-Thema. Für solche Bedarfsmittel suchen Kunden zunehmend einen bequemeren Weg“, sagt der Kieler Gründer Max Wersig von Basic Butler. Die Idee für die Unterwäscheboxen kam dem 33-Jährigen, weil er in seinem früheren Job im Marketing eines Maßkonfektionärs viel Anzug trug und er lange nach den richtigen Basics zum Drunterziehen suchte. „Ich dachte, wie anstrengend findet das dann erst ein Mann, der sich nicht für Mode interessiert.“ Auch im Gespräch mit Kunden habe sich gezeigt, dass viele Herren sich zehn Paar von den gleichen Socken kauften, wenn sie einmal gute gefunden haben. „Wir denken, dass Männer dieses Thema gerne dauerhaft geklärt haben wollen. Und wenn wir unsere Sache gut machen, dann haben wir sie langfristig als Kunden gewonnen“, sagt Wersig.

Der studierte Mode- und Brand-Manager kündigte seinen Job in Hamburg und ging zum Gründen zurück nach Kiel. Bald kamen Entwickler Eduard Malyj und Art-Direktorin Doumorh El-Riz dazu. Inzwischen ist das Team mit Magdalena Olejniczak komplett. Seit April wird das Start-up mit dem Gründungsstipendium Schleswig-Holstein gefördert.

Zielgruppe sind vor allem berufstätige Männer über Dreißig. Die Beratung durch die Stilexperten und Bestellung ist für den Kunden kostenlos, er muss nur den Warenwert bezahlen. Eine Box kostet zwischen 130 und 200 Euro und enthält acht bis zehn Teile. Verdient wird mit den Margen.

„Wer bei Amazon ,schwarze Herren-Unterhose’ eingibt, bekommt 30 Seiten mit Ergebnissen. Kaum ein Mann klickt da weiter als auf Seite zwei.“ Das riesige Warenangebot überfordere. Hier setzt das Konzept von kuratiertem Einkaufen an. Die Bequemlichkeit des Online-Einkaufs soll mit Beratung verbunden werden – bislang eine Stärke des stationären Handels. Basic Butler gräbt dort aber keine Kunden ab, sondern arbeitet mit lokalen Händlern wie Meislahn oder Zippel’s zusammen. Hinzu kommt der Überraschungseffekt, weil die Kunden vorher nicht wissen, was in ihrer Box drin ist.

Seit einem Monat ist die Seite von Basic Butler online, knapp 40 Bestellungen gingen bereits ein. „Die Kunden sind bisher begeistert und die Warenkörbe höher als wir erwartet haben“, fasst Wersig die ersten Erfahrungen zusammen. Nun ist das Start-up auf der Suche nach einem strategischen Partner oder Business Angel, der das Wachstum der Firma begleiten möchte.

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Ein Artikel von
Anne Holbach
Wirtschaftsredaktion

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