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Das Baugewerbe im Norden boomt

Steigende Umsätze Das Baugewerbe im Norden boomt

Viel los auf den Baustellen: Die Zahl der Betriebe und auch der Beschäftigten steigt in Schleswig-Holstein an. Doch ein Haken für Bauherren bleibt - die Preise werden mittelfristig anziehen.

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Hier wird gearbeitet: Arbeitsstiefel und Bauhelme liegen auf einer Baustelle bereit.

Quelle: dpa/dpaweb

Hamburg/Kiel. In der Bauwirtschaft im Land geht es aufwärts: Mehr Betriebe und Beschäftigte sowie steigende Umsätze und Auftragseingänge stimmen die Branche positiv. „Es geht der Baubranche gut. Aber nicht so gut, wie es ihr angesichts der vollen Auftragsbücher und der Konjunktur eigentlich gehen müsste“, sagt Georg Schareck, Hauptgeschäftsführer des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein. Was noch zu wünschen übrig lasse, sei die Rendite für die Unternehmen.

Laut Statistikamt kletterte der baugewerbliche Umsatz im Land im vergangenen Jahr um 15,1 Prozent auf fast zwei Milliarden Euro. Die deutlichsten Zuwächse gab es im gewerblichen und industriellen Bau (26 Prozent) sowie im Wohnungsbau (17 Prozent).

"Die Preise werden ständig hochgehen"

Gebaut werde weiterhin viel, prognostiziert er. „Die Preise werden aber stetig hochgehen.“ Grund dafür seien zum einen die vielen gesetzlichen Anforderungen, wie die Energieverordnung EnEV, die das Bauen teurer machten, zum anderen steigende Personal-, Maschinen- und Materialkosten.

Weil die Betriebe in einem starken Wettbewerb stünden, könnten sie ihre steigenden Kosten nicht gänzlich an die Bauherren weitergeben. Trotzdem müssten die Kunden mit einem moderaten Preisanstieg rechnen, damit „die, die bauen, auch entlohnt werden können“.

25.447 Menschen waren 2016 im Norden baugewerblich tätig, 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr (24.760). Wegen der anhaltenden Krise hatte sich die Zahl der Beschäftigten von noch rund 46.000 im Jahr 1995 zehn Jahre später mehr als halbiert. Ihren Tiefstand erreichte sie 2008, als sie unter 21.000 sank.

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Ein Artikel von
Anne Holbach
Wirtschaftsredaktion

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