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Kiels Kraftwerk wird später fertig

Stadtwerke schlagen Alarm Kiels Kraftwerk wird später fertig

Herber Rückschlag für die Stadtwerke Kiel: Das neue Küstenkraftwerk, das eigentlich in einem Jahr ans Netz gehen sollte, wird nicht pünktlich zum Winter 2018/19 in Betrieb gehen können. „Der Termin ist nicht mehr zu halten“, sagte Stadtwerke Technik-Chef Jörg Teupen am Donnerstag.

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Eigentlich soll das neue Kraftwerk auf dem Ostufer zum Winter 2018/19 fertig werden. Doch schon jetzt liegen Arbeiten fünf Monate hinter dem Zeitplan.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Derzeit liege der Baufortschritt bereits rund fünf Monate hinter dem ursprünglichen Plan zurück. Als Grund nennt das Unternehmen „Mängel in der Baustellenorganisation“. Generalunternehmer für das 290-Millionen-Projekt ist die Kraftanlagen München GmbH, die am Donnerstag keine Stellungnahme zu der Situation abgeben wollten. Ein Unternehmenssprecher verwies auf den Bauherren – die Stadtwerke Kiel.

Der Bauzeitplan kam von Anfang an ins Rutschen

„Wir haben vom Generalunternehmer gegenwärtig keine belastbare Terminplanung“, sagte Teupen. Als neuen Übergabetermin haben die Münchener zwar den 5. März 2019 genannt. Aber auch daran gibt es in Kiel erhebliche Zweifel. Ursprünglich sollte das neue Kraftwerk mit seinen 20 Gasmotoren Ende Oktober 2018 den Probebetrieb aufnehmen. Die Gründe für die Verzögerungen seien vielfältig. Schon in der Startphase des Projekts habe es erhebliche Probleme gegeben, als bereits die ersten der 1000 „Gründungspfähle“ in den Boden gerammt worden waren. „Damit kam der gesamt Zeitplan ins Rutschen“, sagte Teupen. Zuletzt habe es weitere Schwierigkeiten gegeben, weil es nach den massiven Regenfällen zu Problemen mit der Entwässerung der Baustelle gekommen sei.

GKK-Mitarbeiter sind über die neue Situation informiert

Um die Energieversorgung im Winter 2018/19 sicherzustellen, erwägen die Stadtwerke, das alte Kohle-Gemeinschaftskraftwerk (GKK) ein Jahr länger als geplant laufen zu lassen. Eigentlich soll das GKK zum 31. März 2018 stillgelegt werden. Bei einer außerordentlichen Betriebsversammlung am Mittwoch wurden die knapp 100 GKK-Mitarbeiter über die neue Situation informiert. Pikant: Alle haben bereits Aufhebungsverträge unterschrieben. Ob ein Weiterbetrieb dennoch technisch möglich und unter Kostenaspekten auch vertretbar sei, wird nun untersucht.

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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