22 ° / 10 ° Gewitter

Navigation:
High Lux ist Weiers neuer Lichtblick

Berliner Investor High Lux ist Weiers neuer Lichtblick

Vor einem Jahr musste die Weier Antriebe und Energietechnik GmbH Insolvenz anmelden. Nun zeichnet sich eine Lösung für die mehr als 50 Mitarbeiter in Eutin und Neumünster ab. Ein Investor aus Berlin will das Unternehmen übernehmen. Es wäre schon das zweite Mal, dass Weier aus einer Insolvenz heraus gerettet wird.

Voriger Artikel
Asiaten greifen nach den Nordic-Werften
Nächster Artikel
Weniger Himbeeren und Heidelbeeren im Norden geerntet

Zu Hause im Eutiner Gewerbegebiet: Weier Antriebe und Energietechnik.

Quelle: Dirk Schneider

Eutin/Neumünster. Der Insolvenzverwalter, der Kieler Anwalt Matthias Lorenzen, hat für den 23. Februar zu einer „besonderen Gläubigerversammlung“ eingeladen. Und wie der Einladung zu entnehmen ist, will er die Gläubiger über ein Angebot der High Lux GmbH (Berlin) abstimmen lassen. Das Unternehmen ist ein Hersteller von Produktionslinien für Energiespar- und LED-Lampen, vertreibt aber diese Leuchtmittel auch selbst. High Lux bietet 1,5 Millionen Euro für Weier. Wenn die Gläubiger dem Kaufvertrag zustimmen, dann sei das Ziel erreicht, Weier zu erhalten, sagte der Insolvenzverwalter. High-Lux-Geschäftsführer Fredrik von Wietersheim bestätigte auf Anfrage das Interesse, wollte aber angesichts der noch ausstehenden Entscheidung der Gläubiger noch nichts zu seinen Plänen mit Weier sagen. Das 1945 in Eutin gegründete Unternehmen ist ein renommierter Entwickler und Hersteller von Generatoren und Elektromotoren. In den Jahrzehnten nach der Gründung ist Weier stetig gewachsen. 1962 beschäftigte die Firma 100 Mitarbeiter. Und bereits Anfang der 80er-Jahre stieg Weier auch in die Fertigung von Generatoren für Windkraftanlagen ein, ein stark wachsender Geschäftszweig. Die Eutiner gehörten in Deutschland mit zu den Pionieren auf dem Feld der erneuerbaren Energien und wuchsen dadurch weiter. In Lübeck wurde im Zuge des Wachstums ein weiterer Fertigungsstandort aufgebaut. Mehr als 150 Mitarbeiter waren Anfang der 90er-Jahre für Weier tätig.

 Doch der Wettbewerb verschärfte sich. Und bereits 2005 musste die Weier Electric GmbH, wie die Firma damals hieß, erstmals Insolvenz anmelden. Damals kaufte der dänische Windkraftanlagenhersteller Vestas das Lübecker Generatorenwerk mit 100 Mitarbeitern und baute es in der Folge weiter aus. Das Stammwerk in Eutin übernahmen 2006 Heiko Asum und Dirk Burhorn, die immer noch die Geschäfte leiten. Die neue Weier Antriebe und Energietechnik GmbH konzentrierte sich seither im Bereich Windkraft auf die eher kleineren Generatoren. Der Firmensitz wurde nach Neumünster verlegt, um dichter an den Kunden dran sein zu können, die Fertigung und damit der Großteil der Mitarbeiter blieben in Eutin.

 Trotz guter Auftragslage musste Weier vor einem Jahr erneut Insolvenz anmelden. Im Zuge des Umbaus nach 2006 hatte es einen Personalabbau gegeben; Abfindungen seien damals über Kredite finanziert worden und diese Kreditlast sei dem Unternehmen schließlich zum Verhängnis geworden, so Insolvenzverwalter Matthias Lorenzen. Heute werden am Produktionsstandort Eutin, wo rund 50 Mitarbeiter arbeiten, Generatoren für Windkraftanlagen, Blockheizkraftwerke und Wasserkraftwerke gefertigt. Weier baut aber auch spezielle Generatoren für den Einsatz auf Marineschiffen, U-Booten oder Megajachten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3