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Briefzusteller streiken weiter

Norddeutschland Briefzusteller streiken weiter

Am Morgen begannen die Briefträger der Post noch mit einem kleineren Warnstreik, doch am Nachmittag brachte die Gewerkschaft Verdi größere Geschütze in Stellung. Postkunden im ganzen Norden müssen sich auf fehlende Briefsendungen einstellen.

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Die Briefzusteller der Deutschen Post haben am Dienstag ihre Warnstreiks erheblich ausgeweitet.

Quelle: Oliver Berg/dpa

Kiel. Die Briefzusteller der Deutschen Post haben am Dienstag ihre Warnstreiks erheblich ausgeweitet. Die Gewerkschaft Verdi rief am Nachmittag die Beschäftigten der acht norddeutschen Briefzentren in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu Arbeitsniederlegungen auf. Betroffen seien die Standorte Altona, Moorburg, Kiel, Elmshorn, Lübeck, Schwerin, Rostock und Neubrandenburg. Durch den Warnstreik würden Millionen Briefsendungen nicht bearbeitet. Weitere Streikmaßnahmen sollten in den nächsten Tagen folgen, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

Seit 3.00 Uhr waren bereits rund 100 Mitarbeiter in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zum Warnstreik aufgerufen — etwa 60 im Briefzentrum Lübeck und 40 im Briefzentrum Schwerin. Im Bereich Lübeck bis Wismar bleiben daher nach Gewerkschaftsangaben rund 400 000 Briefsendungen liegen, in Schwerin und Umgebung etwa 200 000. Verdi fordert eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit für 140 000 Beschäftigte von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Außerdem wirft die Gewerkschaft der Deutschen Post die Gründung einer Billigtochter und Tarifflucht vor.

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