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Bürger haben Angst vor Lärm

Kanalausbau Bürger haben Angst vor Lärm

Die Planungen für den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals nehmen wieder Tempo auf. Nach dem Ende einer zweiten Auslegungsphase der Pläne zur Bürgerbeteiligung werden jetzt die Einwände abgearbeitet.

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Der Kanal bei Neuwittenbek

Quelle: FB

Kiel. Wie die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord mitteilt, gab es bei der zweiten Auslegung der Bauplanungen lediglich 32 Einwände, davon 15 von Anwohnern und 17 von Verbänden. Diese Anregungen sollen nun geprüft und in den Planungsprozess aufgenommen werden, sagte WSD-Sprecherin Claudia Thoma.

 Die meisten Einwände gab es mit Blick auf den Baulärm, möglichen Bauverkehr und die Nachtarbeitszeiten an den Baustellen. Für die Fertigstellung der Planung wird jetzt noch eine Zeitphase von sechs Monaten kalkuliert. Zum Jahresende könnte der Planfeststellungsbeschluss durch die WSG erteilt werden. Das Baurecht ermöglicht dann die Ausschreibung der Bauarbeiten für die Erweiterung der Oststrecke zwischen Kiel und Königsförde. Dort soll der Kanal an einigen Stellen durch eine Verbreiterung der Kurven dann an das Kanalprofil der übrigen 80 Kilometer angepasst werden. Bislang verhindern die engen Kurvenradien zwischen Königsförde und Kiel die Passage von Schiffen mit einer Länge von 270 Metern. Derzeit dürfen deshalb nur Schiffe mit einer Länge von bis zu 230 Metern den Kanal passieren.

 Gegen die Planungen gab es in einer ersten Auslegung der Pläne 260 Einwände, die bereits abgearbeitet wurden. Im Vergleich zu anderen Großprojekten ist die Zahl der Einwände beim Kanalausbau sehr gering. Vor der Erteilung der Baugenehmigung für die Elbvertiefung musste die WSD Nord 7000 Einwände abarbeiten. „Die Akzeptanz und Sympathie für den Kanal ist in der Öffentlichkeit eben sehr hoch“, sagt Claudia Thoma zu den Gründen.

 Sollte die Baugenehmigung zum Jahresende vorliegen, könnte im kommenden Jahr auch grünes Licht für die Bereitstellung der Haushaltsmittel erfolgen. Dann könnte 2014 die Auftragsvergabe der ersten Arbeiten erfolgen. Die Dauer der Erweiterungsarbeiten wird zwischen vier und sechs Jahre kalkuliert, da der Ausbau bei laufendem Schiffsbetrieb erfolgen muss.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH