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Bürgschaftsbank legt gegen Bundestrend kräftig zu

Konjunktur Bürgschaftsbank legt gegen Bundestrend kräftig zu

Schleswig-Holstein auf Platz 4 nach Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern - mit seiner Bürgschaftsbank rangiert der Norden im Ländervergleich weit oben.

Kiel. Das Bürgschaftsvolumen erreichte 2014 mit 69,5 Millionen Euro ein Fünf-Jahre-Hoch, wie Geschäftsführer Hans-Peter Petersen am Donnerstag auf der Bilanz-Pressekonferenz sagte. Der Zuwachs betrug 6,1 Prozent, während die Bürgschaftsbanken im Bundesdurchschnitt im Minus lagen.

Die durchschnittliche Bürgschaftssumme wuchs leicht auf 135 000 Euro. 505 Unternehmen nahmen insgesamt 541 Bürgschaften in Anspruch. Die Bank hilft Unternehmen, wenn erfolgversprechende Vorhaben wie Investitionen oder Existenzgründungen zu scheitern drohen, weil der Hausbank das Kreditrisiko ohne Zusatzsicherheiten zu hoch ist.

In das laufende Jahr ging das Institut mit einem kräftigen Minus: Die Fallzahlen sanken im 1. Quartal um 23 Prozent und das Bürgschaftsvolumen um 30 Prozent. Hintergrund ist ein Antragseinbruch im letzten Quartal 2014. Die Bank sei zuversichtlich, die Delle im Jahresverlauf wieder ausgleichen zu können, sagte Co-Geschäftsführer Gerd-Rüdiger Steffen. Im März lag der Antragseingang wieder um 52 Prozent über dem Februar-Ergebnis.

Unter den geförderten Branchen blieb das Handwerk 2014 mit einem Fördervolumen von 13,9 Millionen Euro zwar auf Platz 1, doch gab es hier einen Rückgang um mehr als zwei Millionen. Petersens Erklärung: Zum einen gehe es vielen Betrieben so gut, dass sie keine zusätzlichen Sicherheiten brauchen und zum anderen hätten viele so viel zu tun, dass sie nicht zum Investieren kommen. Kräftige Zuwächse gab es bei Dienstleistungen sowie im Groß- und Außenhandel.

Regionaler Spitzenreiter blieben Flensburg und der Kreis Schleswig-Flensburg mit einem Bürgschaftsvolumen von zusammen 10,4 Millionen Euro, gefolgt von den Kreisen Segeberg und Nordfriesland. "Wir tragen mit unseren Bürgschaften dazu bei, dass Arbeitsplätze in der Fläche erhalten bleiben und die Infrastruktur gestärkt wird", sagte Steffen. Die höchsten Steigerungen verbuchten Segeberg und Kiel.

dpa

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