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CDU-Wirtschaftsrat fordert mehr Investitionen

Infrastruktur im Norden CDU-Wirtschaftsrat fordert mehr Investitionen

Unternehmer klagen seit langem über die marode Infrastruktur im Norden. Damit sich etwas verbessert, müssen die norddeutschen Länder Prioritäten setzen — und zwar gemeinsam, fordert der CDU-Wirtschaftsrat.

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Auch in der Energiepolitik sei ein vereintes Vorgehen Norddeutschlands notwendig, um ein zukunftsfähiges Erneuerbare-Energien-Gesetz zu gestalten, sagte der Geschäftsführer des Hamburger Chemie-Unternehmens Worlée, Reinhold von Eben-Worlée.

Quelle: Ingo Wagner/dpa

Kiel. Zum Auftakt ihres Norddeutschen Wirtschaftstages haben die fünf norddeutschen Landesverbände des CDU-Wirtschaftsrates einen schnelleren Ausbau der Infrastruktur gefordert. Die Landesregierungen sollten angesichts von Haushaltsüberschüssen und langfristig niedriger Zinsen die Weichen für einen überfälligen Investitionsschub stellen, sagte der Vorsitzende des Wirtschaftsrates Schleswig-Holstein, Reimer Tewes, am Donnerstag in Lübeck. An der Veranstaltung nehmen rund 250 Personen teil. Sie wollen bis zum Freitag über die Standortfaktoren Verkehrsinfrastruktur, Energie und Bildung diskutieren.

„Wir haben es in unseren fünf Ländern mit fünf unabhängigen Politiken für Verkehr, Energie und Bildung zu tun, die keinen gemeinsamen Plan verfolgen“, sagte Tewes. Darunter leide die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaftsstandorte in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

So verschenken die Länder nach Auffassung des Geschäftsführers des Kieler Schifffahrtsunternehmens Sartori & Berger, Lars Broder Knudsen, ihre Wachstums- und Entwicklungschancen, wenn sie in der Verkehrspolitik keine gemeinsamen Schwerpunkte setzten. „Wir brauchen gemeinsam gesetzte Prioritäten in der Verkehrsausbauplanung und einen verbindlichen länderübergreifenden Fahrplan für die Planfeststellung der ausstehenden Projekte“, sagte Knudsen.

In der Bildungspolitik forderte der Wirtschaftsrat unter anderem eine gezielte Ansiedlung von Technologiezentren zur nachhaltigen Industrialisierung und die Einführung eines Schulfaches „Wirtschaft“ in allen Schulformen. Auch in der Energiepolitik sei ein vereintes Vorgehen Norddeutschlands notwendig, um ein zukunftsfähiges Erneuerbare-Energien-Gesetz zu gestalten, sagte der Geschäftsführer des Hamburger Chemie-Unternehmens Worlée, Reinhold von Eben-Worlée.

Der Wirtschaftsrat der CDU ist ein Berufsverband von Unternehmern mit bundesweit 11 000 Mitgliedern. Davon gehören rund 2400 den fünf norddeutschen Landesverbände an.

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