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Color Line schaltet in Oslo um

Landstrom ab Juli für beide Fähren – Auch Seehafen Kiel ist vorbereitet Color Line schaltet in Oslo um

Die norwegische Fährreederei Color Line wird ab Juli in Oslo auch die „Color Fantasy“ an ein Landstromsystem anschließen. Die Reederei hat nach der bereits 2011 umgebauten „Color Magic“ jetzt auch die „Color Fantasy“ für den Anschluss an ein Landstromsystem umrüsten lassen.

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Landstrom bei Color Line

Quelle: FB

Oslo. Im Juli soll in Oslo der offizielle Anschluss der 2004 gebauten Fähre erfolgen. Die „Color Magic“ bekommt bereits seit Sommer 2011 Strom aus einem norwegischen Wasserkraftwerk.

In Kiel sind die Vorbereitungen für den Anschluss der Schiffe ebenfalls bereits weit vorangeschritten. Wie der Seehafen Kiel bestätigte, liegen entsprechende Kalkulationen für die Stromversorgung vor. Am Ende sei es eine Frage, zu welchem Tarif der Strom geliefert werden könne, heißt es beim Seehafen Kiel. „Wir sind vorbereitet. Eine Umsetzung wäre innerhalb eines halben Jahres möglich.“ Die Color Line hatte sich für ein Anschluss-System des Herstellers NG2 entschieden. Ein ähnliches System nutzt auch die Stena Line in Göteborg.

Die in Oslo eingesetzte Anlage wird auch für Kiel favorisiert. Sie ist für eine Spannung von zehn Kilovolt und einen Strom von bis zu 700 Ampere ausgelegt. Der Leistungsbedarf für die Fähre wird dabei mit bis zu vier Megawatt kalkuliert. Für die Herstellung des Anschlusses und das Umschalten nach dem Anlegen und vor dem Ablegen wird nur ein Besatzungsmitglied benötigt.

Um den Anschluss der Schiffe in Deutschland so wie in anderen Ländern zu fördern, gilt für Landstrom ab sofort ein ermäßigter Steuersatz von nur 50 Cent pro Megawattstunde. Diesen Schritt begrüßte der Zentralverband der deutschen Seehäfen jetzt in einer Stellungnahme als sinnvollen Schritt, um die Abgabenbelastung für die Schifffahrt zu senken. Die Fähren der Color Line benötigen bis zu 3,4 Megawatt während der Liegezeit. Bei der Stena Line benötigen die Schiffe bis zu zwei Megawatt.FB

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