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DGB Nord fordert Lohnsteigerungen

2016 DGB Nord fordert Lohnsteigerungen

Die Gewerkschaften positionieren sich für die nächste Tarifrunde. Geht es nach dem DGB Nord, hätten die Arbeitnehmer 2016 kräftige Lohnzuwächse verdient.

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„Um die soziale Schieflage im Norden zu beseitigen, sind 2016 deutliche Lohnsteigerungen, mehr Tarifverträge, Verteilungsgerechtigkeit und eine paritätische Finanzierung der Krankenversicherung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer nötig“, sagte der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Norden, Uwe Polkaehn.

Quelle: Sonja Paar

Kiel/Hamburg. Der DGB Nord hat für 2016 mehr Einkommen für die Arbeitnehmer gefordert. „Um die soziale Schieflage im Norden zu beseitigen, sind 2016 deutliche Lohnsteigerungen, mehr Tarifverträge, Verteilungsgerechtigkeit und eine paritätische Finanzierung der Krankenversicherung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer nötig“, sagte der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Norden, Uwe Polkaehn. Außerdem müsse die niedrigste Arbeitslosenquote seit 24 Jahren Arbeitgeber anspornen, die Integration von Langzeitarbeitslosen und Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt voranzubringen.

Für jeden vierten Beschäftigten stehe 2016 ein neuer Tarifvertrag und damit eine Anhebung der Löhne und Gehälter an, berichtete Polkaehn. Verhandelt werde unter anderem im Öffentlichen Dienst (Bund und Gemeinden) sowie in der Chemie-, Metall- und Elektroindustrie, bei Banken und Zeitarbeitsunternehmen. In Ostdeutschland arbeiten dem DGB zufolge nur 47 Prozent der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben, in Westdeutschland 60 Prozent. Die Tarifabschlüsse 2015 sahen in den meisten Branchen für dieses Jahr Tarifsteigerungen zwischen 2,0 und 3,5 Prozent vor.

Für den Norden als Niedriglohnregion in Europa bestehe 2016 ein „enormer Nachholbedarf“ bei den Löhnen und Gehältern, sagte Polkaehn. Er erwartet „deutliche Lohnsteigerungen“, zumal die meisten Wirtschaftsinstitute ein besseres Wachstum als 2015 prognostizierten. Davon müssten letztlich auch die Arbeitnehmer profitieren.

Der DGB-Vertreter mahnte, die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung gerecht auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu verteilen. Steigende Krankenkosten müssten gemeinschaftlich getragen werden. „Arbeitgeber, die hier Kosten dämpfen wollen, müssen mehr dafür tun, dass die Gesundheit am Arbeitsplatz gefördert wird und Arbeit nicht krank macht.“

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