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DGB interveniert wegen Saisonarbeiter-Löhnen

Schleswig-Holstein DGB interveniert wegen Saisonarbeiter-Löhnen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die Regierung in Kiel aufgefordert, gegen Billiglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern vorzugehen.

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Bei der Erdbeerernte soll der Mindestlohn teils um mehr als die Hälfte unterschritten werden.

Quelle: dpa

Kiel. So werde bei der Erdbeerernte der Mindestlohn teils um mehr als die Hälfte unterschritten, kritisierte der DGB-Landesvorsitzender Uwe Polkaehn am Donnerstag in einem Schreiben an die Minister Kristin Alheit (Soziales), Reinhard Meyer (Arbeit/beide SPD) und Robert Habeck (Landwirtschaft/Grüne). Nötig seien mehr Kontrollen vom Zoll und eine mobile Beratungsstelle für Saisonarbeiter.

Trotz geltender Tarifverträge und Mindestlohn sei es immer noch Praxis, nach Kiste und Menge zu bezahlen, um den Mindestlohn zu umgehen, schreibt Polkaehn. „Ausbeuterpraktiken dürfen nicht geduldet werden.“ Nach DGB-Recherchen mussten rumänische Saisonarbeiter zum Teil zehn Stunden am Tag arbeiten und bekamen in zwei Monaten nur ein bis zwei Tage frei. So landeten Erntehelfer dann bei Stundenlöhnen von 3 bis 6 Euro, obwohl in der schleswig-holsteinischen Landwirtschaft der Branchenmindestlohn von 7,40 Euro gelte. „Verstöße sind kriminell und müssen bestraft werden“, heißt es weiter in dem Schreiben. Einige Beschäftigte beklagten auch, sie warteten sogar noch auf Zahlungen des Arbeitgebers aus dem letzten Jahr.

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